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Vollständiger Leitfaden: Der Kauf Ihres ersten Eigenheims in der Schweiz im Jahr 2025

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    contact269677
  • 21. Nov. 2025
  • 19 Min. Lesezeit

Der Traum vom Eigenheim in der Schweiz ist für viele Familien ein lang gehegter Wunsch. Da die Hypothekenzinsen auch 2025 attraktiv bleiben und der Immobilienmarkt dynamisch ist, könnte jetzt der perfekte Zeitpunkt sein, diesen Schritt zu wagen. Dieser umfassende Leitfaden begleitet Sie Schritt für Schritt beim Kauf Ihrer ersten Immobilie – von der Sicherung Ihrer Ersparnisse bis zur notariellen Beurkundung.


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INHALTSVERZEICHNIS




1. Warum im Jahr 2025 kaufen? Der Kontext des Schweizer Marktes


Zustand des Schweizer Immobilienmarktes

Bis 2025 wird der Schweizer Immobilienmarkt mehrere Merkmale aufweisen, die für Erstkäufer günstig sind:

  • Attraktive Hypothekenzinsen: Die SARON-Zinssätze schwanken zwischen 1,5 % und 2 %, während 10-jährige Festzinshypotheken bei etwa 2,2 % bis 2,8 % liegen. Diese Konditionen sind trotz eines leichten Anstiegs gegenüber den Vorjahren weiterhin historisch günstig.

  • Immobilienpreise: Der Medianpreis einer Immobilie in der Schweiz liegt bei rund 1.100.000 CHF, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt. In Zürich und Genf liegen die Preise 40 % über dem nationalen Durchschnitt, während Immobilien in einigen Randkantonen 30 % günstiger sind.

  • Mietpreisentwicklung: Die Mieten in den Stadtzentren steigen weiter, wodurch der Kauf langfristig immer attraktiver gegenüber der Miete wird. Ein Haushalt, der monatlich 2.500 CHF Miete zahlt, könnte mit ähnlichen Ausgaben eine Immobilie im Wert von 800.000 bis 900.000 CHF finanzieren.


Vorteile des Kaufs jetzt

  • Kostenstabilität: Im Gegensatz zu Mieten, die mit der Inflation schwanken, bleiben Ihre Hypothekenzahlungen vorhersehbar.

  • Vermögensaufbau: Jede Rückzahlung erhöht Ihr Eigenkapital.

  • Steuervorteile: Abzug von Hypothekenzinsen und Instandhaltungskosten

  • Schutz vor Inflation: Ihre Immobilienpreise folgen im Allgemeinen den Markttrends.

  • Gestaltungsfreiheit: Personalisieren Sie Ihr Zuhause nach Ihren Wünschen.



2. Bin ich bereit zu kaufen? Selbsteinschätzung


Wesentliche Fragen, die Sie sich stellen sollten

  • Berufliche Stabilität: Sind Sie seit mindestens zwei Jahren festangestellt? Banken bevorzugen unbefristete Arbeitsverträge und ein stabiles Einkommen. Selbstständige müssen drei Jahre Geschäftstätigkeit mit soliden Finanzberichten nachweisen.

  • Familiäre Situation: Ist Ihre Situation stabil? Ein Kauf durch ein unverheiratetes Paar erfordert zusätzliche rechtliche Vorkehrungen (Gesellschaftervereinbarung, Verteilung der Anteile).

  • Zeithorizont: Planen Sie, mindestens 5 Jahre in der Gegend zu bleiben? Der Kauf einer Immobilie ist mit Anschaffungskosten (5-10 % des Preises) verbunden, die sich erst im Laufe der Zeit amortisieren.

  • Sparpotenzial: Können Sie zusätzlich zu Ihrem Eigenkapital ein finanzielles Polster aufbauen? Es wird empfohlen, Ausgaben für sechs Monate als Reserve für unvorhergesehene Ereignisse bereitzuhalten.


Die 5 Säulen des Stabilitätstests

Stabiles Einkommen : Festanstellung oder etablierte Selbstständigkeit

Eigenkapital : Mindestens 20 % des Kaufpreises verfügbar

Schuldenquote : Zukünftige Ausgaben unter 33 % des Bruttoeinkommens

Notfallrücklagen : CHF 20.000-30.000 (ohne Aktien)

Lebensprojekt : Mindestens 5 Jahre lokales Engagement


Wenn Sie mindestens 4 von 5 Kästchen ankreuzen, sind Sie wahrscheinlich bereit, Hausbesitzer zu werden.



3. Eigenkapital: das Lebenselixier des Unternehmens


Wie viel wird tatsächlich benötigt?

Grundregel: Sie müssen mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen. Bei einer Immobilie im Wert von CHF 800.000 entspricht dies CHF 160.000.


Eigenkapitalstruktur:

  • Mindestens 10 % in reinen liquiden Mitteln (Bankeinlagen, Wertpapiere) = CHF 80,000

  • 10 % können aus der zweiten Säule (LPP) stammen = 80.000 CHF


Genehmigte Eigenkapitalquellen

1. Persönliche Ersparnisse

Ihr Sparkonto, Girokonto oder verfügbares Bargeld. Es ist die einfachste und bequemste Quelle.


2. Vorhandensein einer zweiten Säule (LPP)

Sie können Ihr betriebliches Altersvorsorgevermögen verwenden, um Ihren Hauptwohnsitz zu erwerben.


Vorteile :

  • Steigern Sie Ihre sofortige Kaufkraft

  • Reduziert Ihre monatlichen Hypothekenzahlungen


Nachteile:

  • Verringert Ihr zukünftiges Renteneinkommen (eine Verringerung um etwa 10 % für jede abgehobene Summe von 100.000 CHF).

  • Wird im Jahr der Auszahlung als Einkommen besteuert (reduzierter Steuersatz, aber reale Steuerauswirkung)

  • Es kann nach dem Weiterverkauf 5 Jahre lang nicht wiederverwendet werden.

  • Verpflichtung zur Wiederauffüllung im Falle eines Verkaufs (außer nach 50 Jahren oder bei Eintritt in den Ruhestand)


Auswirkungenberechnung: Eine Entnahme von CHF 100.000 im Alter von 40 Jahren könnte Ihre zukünftige Rente um CHF 400-500 pro Monat reduzieren. Dies sollte entsprechend Ihrer Ruhestandsplanungsstrategie bewertet werden.


3. Vorhandensein einer dritten Säule (3a)

Ihre gesperrten privaten Ersparnisse können zum Kauf Ihres Hauptwohnsitzes verwendet werden.


Bedingungen :

  • Auszahlung alle 5 Jahre möglich

  • Günstige steuerliche Behandlung (ermäßigter Steuersatz)

  • Der Betrag ist oft begrenzt (50.000-80.000 CHF, abhängig von der Dauer der Mitgliedschaft).


4. Schenkung oder Vorschuss auf eine Erbschaft

Deine Eltern können dich finanziell unterstützen. Zwei Möglichkeiten:

  • Direkte Schenkung: Keine Rückerstattung, wird aber bei der zukünftigen Erbschaft angerechnet.

  • Familiendarlehen: Muss dokumentiert und von der Bank anerkannt werden.


Warnung: Große Schenkungen können im Erbschaftsverfahren zu familiären Spannungen führen. Lassen Sie die Bedingungen notariell beglaubigen.


5. Verpflichtung der zweiten Säule

Alternative zur Auszahlung: Sie hinterlegen Ihre LPP als Sicherheit, ohne sie abzuheben.


Vorteile :

  • Sichern Sie Ihr Renteneinkommen

  • Keine sofortige Steuer

  • Zukünftige Flexibilität


Nachteile:

  • Höhere Hypothekenzahlungen (Sie leihen sich mehr Geld)

  • Höhere Gesamtkosten (höhere Zinsen im Laufe der Zeit)


Vergleichstabelle: LPP-Rücknahme vs. -Zusage


Kriterien

LPP-Rückzug

LPP-Versprechen

Tatsächliches Eigenkapital

Ja, erhöhen Sie Ihre 20%

Nein, bleiben Sie an der Kasse.

Monatliche Gebühren

✅ Reduziert

❌ Höher

Zukünftige Rente

❌ Um 10-15 % reduziert

✅ Konserviert

Besteuerung

Sofortige Steuer (reduziert)

Keine Steuer

Gesamtkosten

Weniger Interesse

Mehr Interesse

Flexibilität

Begrenzte Laufzeit (5 Jahre Sperrfrist)

Am besten

Unsere Empfehlung: Eine Entnahme ist vorteilhaft, wenn Sie unter 40 Jahre alt sind und über ein stabiles Einkommen verfügen. Eine Verpfändung eignet sich für Personen ab 50 Jahren, die ihr Renteneinkommen sichern möchten.



4. Machen Sie sich mit Ihren finanziellen Möglichkeiten vertraut.

Die 3 goldenen Regeln der Schweizer Banken


Regel 1: Eigenkapital (20 %)

Wie bereits oben besprochen. Unerlässlich und in 99 % der Fälle nicht verhandelbar.


Regel 2: Die maximale Schuldenquote (33 %)

Ihre Wohnkosten dürfen ein Drittel Ihres Bruttoeinkommens nicht übersteigen .


Berechnung der theoretischen Lasten (Bezahlbarkeitsberechnung):

  • Der Hypothekenzins wurde mit 5 % berechnet (theoretischer Zinssatz, nicht der tatsächliche Zinssatz).

  • Tilgung: 1 % des Darlehensbetrags pro Jahr

  • Gebühren und Instandhaltung: 1 % des Immobilienwerts


Konkretes Beispiel für eine Immobilie im Wert von 800.000 CHF:

Eigenkapital: CHF 160.000 (20%) Hypothek: CHF 640.000 (80%)


Theoretische jährliche Gebühren:

  • Zinsen (theoretisch 5 %): 640.000 × 5 % = CHF 32.000

  • Abschreibung (1%): 640.000 × 1% = CHF 6.400

  • Wartungs-/Gebühren (1%): 800.000 × 1% = CHF 8.000

  • Jährliche Gesamtkosten: CHF 46.400


Erforderliches Mindesteinkommen: 46.400 ÷ 33 % = CHF 140.600 brutto/Jahr bzw. ca. CHF 11.700 brutto/Monat


Regel 3: Tilgung (Schuldenabbau)

Sie müssen Ihre Hypothekenschuld innerhalb eines Höchstzeitraums von 15 Jahren amortisieren (zurückzahlen), bis sie 65 % des Immobilienwerts erreicht hat.


Zwei Arten der Abschreibung:

  1. Direkt: Sie zahlen direkt an die Bank zurück, Ihre Schulden verringern sich.

    • Vorteil: Sie zahlen im Laufe der Zeit weniger Zinsen.

    • Nachteil: Weniger Steuerabzüge

  2. Indirekt: Sie zahlen in eine dritte, damit verbundene Säule ein, die die Hypothek absichert.

    • Vorteil: Doppelter Steuerabzug (Zinsen + 3a)

    • Vorteil: Aufbau von Altersvorsorgegeldern

    • Nachteil: Die Rendite der Anlage 3a muss den Zinssatz übersteigen, damit sie vorteilhaft ist.


Unsere Empfehlung: Indirekte Abschreibung ist im Allgemeinen für mittlere und hohe Einkommen steuerlich vorteilhafter.


Simulator: Wie viel kann ich mir leihen?

Schnellmethode:

  1. Nehmen Sie Ihr jährliches Bruttoeinkommen.

  2. Multiplizieren Sie mit 33 % = Ihre maximale Belastung

  3. Teilen Sie durch 6,4 % = Ihre Kreditkapazität

  4. Eigenkapital hinzufügen (20 %) = maximaler Kaufpreis


Beispiel mit einem Bruttoeinkommen von CHF 120.000:

  • 120.000 × 33 % = 39.600 CHF maximale Gebühren/Jahr

  • 39.600 ÷ 6,4 % = CHF 618.750 Kreditrahmen

  • 618.750 ÷ 80 % = 773.400 CHF maximaler Kaufpreis

Optimierung Ihrer Kreditkapazität


Rechtliche Strategien zur Stärkung Ihres Falles:

  1. Gemeinsamer Kauf als Paar: Durch die Zusammenlegung Ihrer Einkommen verdoppeln Sie nahezu Ihre Kaufkraft.

  2. Schulden tilgen: Autokredite, Leasingverträge und Kreditkarten kündigen

  3. Erhöhen Sie Ihr Eigenkapital: Ab einem Anteil von 20 % reduzieren Sie Schulden und Ausgaben.

  4. Stabiles Zusatzeinkommen: Regelmäßige Boni, 13. Monatsgehalt, Mieteinnahmen

  5. Gemeinsame Kreditaufnahme mit einem Verwandten: Eltern, Geschwister (achten Sie auf die rechtlichen Konsequenzen)



5. Die richtige Immobilienart auswählen


Haus oder Wohnung: Das große Dilemma:


Die Wohnung (PPE - Eigentumswohnung)

Vorteile :

  • ✅ Günstigerer Einstiegspreis (500.000-900.000 CHF je nach Region)

  • ✅ Die Instandhaltung der Außenanlagen wird vom PPE-Team durchgeführt.

  • ✅ Vorhersehbare und geteilte Wartungskosten

  • ✅ Oft besser gelegen (in der Nähe von Stadtzentren)

  • ✅ Leichter wiederzuverkaufen


Nachteile:

  • ❌ Monatliche Wohngeldzahlungen (200-500 CHF)

  • ❌ Kollektive Entscheidungen für Großprojekte

  • ❌ Weniger Privatsphäre und Gestaltungsfreiheit

  • ❌ Abhängigkeit vom PSA-Management


Ideal für: Erstkäufer, Paare ohne Kinder, Menschen, die Wert auf städtische Nähe und einfache Verwaltung legen.


Das freistehende Haus

Vorteile :

  • ✅ Völlige Gestaltungsfreiheit

  • ✅ Privater Garten und Außenbereich

  • ✅ Keine Eigentumswohnungsgebühren

  • ✅ Privatsphäre und Ruhe

  • ✅ Erweiterungspotenzial


Nachteile:

  • ❌ Hoher Kaufpreis (800.000-1.500.000 CHF)

  • ❌ Wartung vollständig auf Ihre Kosten

  • ❌ Häufigere unerwartete Ausgaben (Dach, Fassade, Garten)

  • ❌ Erheblicher Verwaltungsaufwand

  • ❌ Oft weiter von den Zentren entfernt.


Ideal für: Familien mit Kindern, Menschen, die Unabhängigkeit suchen, ein ausreichendes Budget haben und die Möglichkeit zur Instandhaltung mitbringen.


Neu vs. Alt: Vergleichende Analyse:


Die Immobilie ist neu oder jünger als 5 Jahre.

Vorteile :

  • ✅ Für 10-15 Jahre ist keine Arbeit erforderlich

  • ✅ Aktuelle Energiestandards (Heizeinsparungen)

  • ✅ Herstellergarantie (5-10 Jahre)

  • ✅ Individuelle Anpassung möglich (Oberflächen)

  • ✅ Maximale Steuerabzüge


Nachteile:

  • ❌ Preis pro m² 15-25 % höher

  • ❌ Stadtteile, die sich manchmal "im Aufbau" befinden

  • ❌ Standardisierte Dienstleistungen

  • ❌ Die Kosten für Eigentumswohnungen werden anfangs oft unterschätzt.


Typisches Budget: 900.000-1.200.000 CHF für eine neue 4,5-Zimmer-Wohnung am Stadtrand.


Die ältere Immobilie (15+ Jahre):

Vorteile :

  • ✅ Preis pro m² 15–25 % niedriger

  • ✅ Etablierte Wohngebiete mit Infrastruktur

  • ✅ Potenzielles Prestige und Charme

  • ✅ Verhandlung oft möglich

  • ✅ Reale Sichtbarkeit der Umgebung


Nachteile:

  • ❌ Renovierungsarbeiten erforderlich (50.000-150.000 CHF)

  • ❌ Die Energieeffizienz könnte verbessert werden

  • ❌ Veraltete Standards (Elektrizität, Isolierung)

  • ❌ Mögliche versteckte Mängel


Typisches Budget: 650.000-900.000 CHF für eine ältere 4,5-Zimmer-Wohnung + 80.000 CHF für die Renovierung.


Unsere Empfehlung basiert auf dem Profil

  • Erstkäufer mit kleinem Budget (CHF 500.000–700.000): → Gut gelegene, ältere Wohnung am Stadtrand + schrittweise Renovierung

  • Junges Paar ohne Kinder (CHF 700.000-900.000): → Gut gelegene, neuwertige Wohnung (3,5-4,5 Zimmer)

  • Familie mit Kindern (CHF 900.000-1.200.000): → Neueres Haus am Stadtrand oder geräumige neue Wohnung

  • Komfortables Budget (CHF 1.200.000+): → Neu erbautes oder renoviertes Einfamilienhaus in begehrter Lage


6. Hypothekenfinanzierung erklärt


Verfügbare Hypothekenarten


1. Hypothek mit festem Zinssatz


Prinzip: Sie sichern sich den Zinssatz für einen festen Zeitraum (2, 5, 10, 15 Jahre).


Aktuelle Preise 2025:

  • 2 Jahre: 1,8 % – 2,2 %

  • 5 Jahre: 2,0 % – 2,5 %

  • 10 Jahre: 2,2 % – 2,8 %

  • 15 Jahre: 2,5 % – 3,0 %


Vorteile :

  • ✅ Absolute Sicherheit und Vorhersagbarkeit

  • ✅ Schutz vor steigenden Zinsen

  • ✅ Vereinfachte Budgetplanung


Nachteile:

  • ❌ Keine Senkung bei sinkenden Zinsen

  • ❌ Strafgebühren für vorzeitige Rückzahlung

  • ❌ Etwas höhere kurzfristige Zinssätze


Ideal für: Risikoaverse Personen, knappe Budgets, Erwartung steigender Zinsen.


2. SARON-Hypothek (variabel)


Prinzip: Der Zinssatz wird vierteljährlich auf Basis des Schweizer Durchschnittstageszinssatzes (Referenz SNB) angepasst.


Aktueller Zinssatz 2025: 1,5 % – 2,0 %


Vorteile :

  • ✅ Niedrigerer Anfangszins

  • ✅ Profitieren Sie von niedrigeren Zinssätzen

  • ✅ Keine Rückerstattungsgebühren

  • ✅ Maximale Flexibilität


Nachteile:

  • ❌ Risiko unvorhersehbarer Preiserhöhungen

  • ❌ Variables Budget

  • ❌ Stress in Zeiten der Unsicherheit


Ideal für: Komfortables Budget mit Spielraum, kurz- bis mittelfristiger Anlagehorizont, dynamisches Profil.


3. Mehrtranchenhypothek (gemischte Strategie)


Prinzip: Sie teilen Ihren Kredit in mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten auf.


Beispiel basierend auf CHF 600,000:

  • Tranche 1: CHF 200.000 über 2 Jahre (1,9 %)

  • Tranche 2: CHF 200.000 über 5 Jahre (2,3 %)

  • Tranche 3: CHF 200.000 über 10 Jahre (2,6 %)


Vorteile :

  • ✅ Glättung des Zinsrisikos

  • ✅ Flexible, gestaffelte Refinanzierung

  • ✅ Langfristige Optimierung


Nachteile:

  • ❌ Komplexeres Management

  • ❌ Erfordert Marktbeobachtung


Ideal für: Clevere Käufer mit langfristigem Anlagehorizont und dem Wunsch nach Optimierung.


Finanzierungsstrategie im Kontext

Kontext 2025 – Moderate, aber leicht steigende Raten:


Unsere Empfehlung: 50/30/20-Strategie

  • 50 % fest für 5-7 Jahre (Sicherheit)

  • 30 % fest für 10 Jahre (langfristige Stabilität)

  • 20 % in SARON (Chance bei fallendem Kurs)


Dieser Ansatz schafft ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Flexibilität.


Vergleichen Sie Angebote: Geben Sie sich nicht mit dem ersten zufrieden!

Die Akteure auf dem Schweizer Hypothekenmarkt:

  1. Kantonale Banken: Wettbewerbsfähige Konditionen, lokaler Service, moderate Flexibilität

  2. Großbanken (UBS, CS, Raiffeisen): Digitale Angebote, Verhandlung bei größeren Beträgen möglich

  3. Online-Banken ( Hypotheca.ch usw.): Wettbewerbsfähige Gebühren, 100 % digitaler Prozess

  4. Lebensversicherung: Sehr wettbewerbsfähige Tarife, strenge Bedingungen

  5. Pensionsfonds: Mitgliedervorteile, Vorzugstarife


Vergleichsmethode:

  1. Fordern Sie gleichzeitig 3-5 Angebote an.

  2. Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins (einschließlich Gebühren).

  3. Prüfen Sie die Bearbeitungsgebühren (0-1.000 CHF)

  4. Analysieren Sie die Flexibilität (Dämpfung, Erhöhung).

  5. Verhandlungsangebot: 0,1 % auf 600.000 CHF = Ersparnis von 600 CHF pro Jahr!


Profi-Tipp: Banken passen ihre Angebote oft an die der Konkurrenz an. Zeigen Sie ihnen Ihre besten Angebote, um zu verhandeln.



7. Die Suche nach der idealen Immobilie


Definieren Sie Ihre Prioritätskriterien

Drei-Kreise-Methode:


Kreis 1 – Nicht verhandelbare Kriterien:

  • Mindestanzahl an Stück

  • Geografisches Gebiet (Gemeinde/Radius)

  • Absolutes Maximalbudget

  • Immobilientyp (Eigentumswohnung/Haus)


Kreis 2 – Wichtige, aber flexible Kriterien:

  • In der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Allgemeiner Zustand der Immobilie

  • Ausrichtung und Helligkeit

  • Parkplätze


Kreis 3 - Bonuskriterien:

  • Aussicht, Balkon, Garten

  • Hochwertige Dienstleistungen

  • Spezielle Ausrüstung


Tipp: Suchen Sie nicht nach der „perfekten“ Immobilie. Die gibt es nicht. Streben Sie eine 80%ige Erfüllung Ihrer wichtigsten Kriterien an.


Wo kann man effektiv suchen?

Unverzichtbare Plattformen:

  1. Immoscout24.ch – Marktführer, größte Auswahl

  2. Homegate.ch – Intuitive Benutzeroberfläche, gute Abdeckung

  3. Comparis.ch – Vergleich mehrerer Standorte

  4. Anibis.ch – Privatpersonen, gelegentliche Schnäppchen

  5. Websites lokaler Werbeagenturen – Exklusive Inhalte vor der allgemeinen Veröffentlichung


Gewinnstrategien:

Erstellen Sie benutzerdefinierte Benachrichtigungen auf jeder Plattform.

Täglich vorbeischauen – Top-Angebote sind innerhalb von 48–72 Stunden vergriffen.

Registrieren Sie sich auf den Wartelisten der örtlichen Behörden.

Persönliches Netzwerk – Informieren Sie Ihre Kontakte über Ihre Suche

Feldakquise – Zielgebiete identifizieren und direkt Kontakt aufnehmen


Besuche: Checkliste der zu prüfenden Punkte

Vor dem Besuch:

  • Erkunden Sie die Umgebung auf Google Maps (Geschäfte, Schulen, Lärmpegel).

  • Prüfen Sie die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel.

  • Konsultieren Sie den Katasterplan (Dienstbarkeiten, Zonen).


Während des Besuchs – Checkliste:

📋 Außenbereich & Gebäude:

  • Zustand der Fassade (Risse, Feuchtigkeit)

  • Dach und Dachrinnen

  • Gemeinschaftsbereiche (Sauberkeit, Instandhaltung)

  • Keller, Fahrradabstellraum, Parkplatz


📋 Innenraum - Technische Daten:

  • Fenster (Doppel-/Dreifachverglasung, Zustand)

  • Heizung (Art, Alter, Verbrauch)

  • Schalldämmung (Test durch Klopfen an die Wand)

  • Stromversorgung (Anzahl der Steckdosen, Verteilerkasten)

  • Sanitärinstallationen (Wasserdruck, Abwasser)

  • Belüftung (mechanische Belüftung, Klimaanlage)


📋 Innenraum - Komfort:

  • Helligkeit (zu verschiedenen Tageszeiten)

  • Volumen und Deckenhöhe

  • Praktische Raumaufteilung (Verkehrswege)

  • Zustand der Böden und Wände

  • Lagerung


📋 Umgebung:

  • Lärmbelästigung (Straße, Bahn, Wohngebiet)

  • Vis à vis

  • Ausrichtung (Morgen-/Abendsonne)

  • Sicht


Profi-Tipp: Besuchen Sie die Gegend an einem Wochentagabend und am Wochenende, um die tatsächliche Atmosphäre zu erleben.


Zu beantragende Dokumente

Bevor Sie ein Angebot abgeben, fordern Sie diese Dokumente vom Verkäufer/der Agentur an:

Auszug aus dem Grundbuch – Rechtlicher Eigentümer, Dienstbarkeiten, Hypotheken

Katasterkarten – Exakte Grenzen, Zugang

Wohnungseigentumsordnung - Wenn eine Eigentumswohnung

Protokolle der letzten 3 Generalversammlungen – Genehmigte Arbeiten, Streitigkeiten

Abrechnung der Wohngeldzahlungen – Betrag, Renovierungsfonds

Energieausweis (CECB) – Verbrauch, Empfehlungen

Aktuelle Arbeitsrechnungen – Garantien, Qualität

Asbest-/Bleizertifikat – Falls die Immobilie alt ist

Bebauungsplan – Baupotenzial, Schutzmaßnahmen


Verweigerung der Vorlage eines Dokuments = Warnsignal – Nicht ignorieren!



8. Machen Sie ein Angebot und verhandeln Sie.


Analysieren Sie den Angebotspreis

Vierstufiges Bewertungsverfahren:


1. Vergleichen Sie die Marktpreise.

  • Suche nach 5-10 ähnlichen Immobilien, die kürzlich (in den letzten 6-12 Monaten) verkauft wurden.

  • Je nach Bedingungen, Standort und Serviceleistungen anpassen

  • Berechnen Sie den durchschnittlichen Preis pro Quadratmeter in der Region.


2. Ermitteln Sie den erforderlichen Arbeitsaufwand.

  • Führen Sie die kürzlich durchgeführten Renovierungsarbeiten (innerhalb der letzten 5 Jahre) auf.

  • Holen Sie 2-3 Angebote für größere Arbeiten ein.

  • Rechnen Sie mit 1.000-1.500 CHF/m² für eine Komplettrenovierung.


3. Analysieren Sie den Verkaufskontext

  • Laufzeit der Anzeige (mehr als 3 Monate = Verhandlungsspielraum)

  • Verkaufsgrund (dringender Schritt = Druck seitens des Verkäufers)

  • Anzahl der Besuche und konkurrierende Angebote


4. Überprüfen Sie die offiziellen Transaktionen.

  • Einige Kantone veröffentlichen die tatsächlichen Verkaufspreise.

  • Kontaktieren Sie lokale Agenten für Referenzen.


Die Verhandlungsstrategie

In der Schweiz gilt grundsätzlich: Verhandlungsspielraum von 3-8% je nach Kontext.


Wann man nur wenig (0-3 %) verhandeln sollte:

  • In stark nachgefragten Gebieten sehr begehrt.

  • Der Preis ist im Vergleich zum Markt bereits attraktiv.

  • Mehrere konkurrierende Angebote

  • Der Verkäufer hatte es nicht eilig.


Wann weitere Verhandlungen sinnvoll sind (5-10%):

  • Altes Gebäude, das renovierungsbedürftig ist

  • Dieses Angebot ist seit über 3 Monaten online.

  • Käufermarkt

  • Verkäufer ist motiviert (Umzug, Scheidung)


Progressive Angebotstechnik:

  1. Erstes Angebot: Angebotspreis - 8 %

    „Nach Marktanalyse und Schätzung des erforderlichen Arbeitsaufwands…“

  2. Bei Ablehnung Gegenangebot: Angebotspreis - 5 %

    „Um das schnell zu realisieren, können wir auf Folgendes vorrücken…“

  3. Letztes Angebot: Angebotspreis - 3 %

    „Dies ist unser bestes und letztes Angebot, Finanzierungspaket bereit.“


Konkretes Beispiel:

  • Angegebener Preis: CHF 850,000

  • Angebot 1: CHF 780.000 (-8%)

  • Angebot 2: CHF 810.000 (-4,7%)

  • Vereinbarung: CHF 825.000 (-2,9%)

  • Ersparnis: CHF 25,000


Das Kaufangebot formalisieren

Sobald der Preis ausgehandelt ist, sollte er schriftlich festgehalten werden:


Inhalt des Kaufvertrags:

  • Käuferidentität

  • Genaue Adresse und Beschreibung der Immobilie

  • Vereinbarter Preis und Zahlungsbedingungen

  • Gewünschter Termin für die Unterzeichnung beim Notar

  • Besitzdatum

  • Vorbedingungen (Finanzierung, Genehmigungen)

  • Gültigkeitszeitraum des Angebots (7-14 Tage)


Wesentliche Vorbedingungen:

  1. Beschaffung einer Bankfinanzierung (Zeitraum: 30-45 Tage)

    • „Dieses Angebot steht unter dem Vorbehalt der Sicherstellung einer Hypothekenfinanzierung in Höhe von XXX CHF zu marktüblichen Bedingungen.“

  2. Erwerbsgenehmigung (falls es sich um einen Ausländer im Sinne des Lex Koller handelt)

    • Bearbeitungszeit: 2-4 Monate je nach Kanton

  3. Baugenehmigung (falls Arbeiten geplant sind)

    • Geben Sie die Art der geplanten Arbeiten an.

  4. Verkauf des aktuellen Eigentums (falls zutreffend)

    • "Vorbehaltlich des Verkaufs unserer Immobilie in..."


Wichtig: Ohne aufschiebende Bedingungen ist Ihre Zusage endgültig. Bei Rücktritt verlieren Sie Ihre Anzahlung (in der Regel 10 % des Preises, d. h. CHF 80.000 bei einer Immobilie im Wert von CHF 800.000).


Umgang mit Wettbewerbssituationen

Wenn mehrere Käufer Interesse haben:


Zu vermeiden:

  • Emotionales Überbieten über das Budget hinaus

  • Verzicht auf Vorbedingungen durch Eile

  • Eine zu kurze Unterzeichnungsfrist akzeptieren


Zu erledigen:

  • Zeigen Sie Ihre Ernsthaftigkeit: vorab genehmigte Bankakte

  • Schlagen Sie einen schnellen Unterzeichnungstermin vor.

  • Seien Sie flexibel bezüglich des Schlüsselübergabetermins.

  • Fügen Sie einen persönlichen Brief an den Verkäufer hinzu (es funktioniert!).

  • Bieten Sie eine etwas höhere Anzahlung an.


Der Brief an den Verkäufer: Eine in der Schweiz bewährte Methode! Erklären Sie auf einer Seite, warum diese Immobilie zu Ihrem Lebensstil passt. Verkäufer legen oft großen Wert auf die persönlichen Belange, insbesondere bei einem selbstgenutzten Wohneigentum.



9. Administrative Verfahren bis zur Unterzeichnung


Schritt 1: Annahme des Angebots (Tag D)

Der Verkäufer nimmt Ihr Angebot schriftlich an. Der Kaufvertrag wird von beiden Parteien unterzeichnet.


Von diesem Moment an:

  • Zahlen Sie die Anzahlung (5-10%) auf ein Treuhandkonto ein.

  • Aktivieren Sie Ihre aufschiebenden Bedingungen

  • Starten Sie den Finanzierungsprozess


Schritt 2: Vorbereitung der Hypothekenakte (Tag 1 bis Tag 7)

Für die Bank mitzubringende Dokumente:


📄 Persönliche Gegenstände:

  • Identitätsnachweis (Reisepass oder Personalausweis)

  • Aufenthaltserlaubnis (falls ausländischer Staatsangehöriger)

  • Heirats-/Partnerschaftsurkunde (falls es sich um ein Paar handelt)

  • Familienchronik (falls Kinder)


📄 Professionelle Dokumente:

  • die letzten 3 Gehaltsabrechnungen

  • Arbeitsvertrag

  • Arbeitgeberbescheinigung

  • Bei Selbstständigkeit: die letzten 3 Jahresabschlüsse + Steuererklärungen


📄 Finanzdokumente:

  • die letzten 3 Steuererklärungen

  • Bescheinigungen über Beiträge zur zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge

  • Kontoauszüge vom Sparkonto

  • Vermögensaufstellung (Wertpapiere, Versicherungen)

  • Liste der bestehenden Schulden (Darlehen, Leasingverträge)


📄 Eigentumsdokumente:

  • Kaufvertrag unterzeichnet

  • Vollständiges Immobilienangebot

  • Grundstückspläne

  • Auszug aus dem Grundbuch

  • Wertschätzung (wird manchmal von der Bank bereitgestellt)


Tipp: Bereiten Sie alle diese Dokumente im Voraus in einem digitalen Ordner vor. Dadurch sparen Sie 1–2 Wochen.


Schritt 3: Bankanalyse und grundsätzliche Einigung (7 bis 30 Tage später)

Die Bank prüft Ihren Antrag:

  • Einkommensnachweis und Stabilität

  • Berechnung des Schulden-Einkommens-Verhältnisses

  • Immobilienbewertung (interne oder beauftragte Bewertung)

  • Risikoanalyse


Zwei mögliche Ergebnisse:


Grundsatzzusage: Die Bank genehmigt die Finanzierung vorbehaltlich bestimmter Bedingungen

  • Sie erhalten eine Zusageerklärung.

  • Bedingungen: endgültige Unterschrift, keine Änderung der Situation

  • Gültigkeit: in der Regel 3-6 Monate


Ablehnung oder unzureichende Bedingungen:

  • Fragen Sie nach den konkreten Gründen.

  • Beantragen Sie sofort bei anderen Banken.

  • Erwägen Sie, Ihr Angebot anzupassen (Erhöhung des Eigenkapitals).

Bei wiederholten Ablehnungen: Aktivieren Sie Ihre Finanzierungsvorbehaltsklausel, um den Kauf straffrei zu stornieren.


Schritt 4: Abschluss der Finanzierung (Tag 30 bis Tag 45)

Sobald eine Einigung erzielt ist:

  • Unterzeichnen Sie das endgültige Hypothekenangebot

  • Wählen Sie Ihre Zinsstrategie

  • Bestimmen Sie Ihre Begünstigten (Lebensversicherung)

  • Schließen Sie die obligatorischen Versicherungen ab:

    • Gebäudeversicherung (obligatorisch, oft kantonal)

    • Todesfallrisikoversicherung (von der Bank vorgeschrieben)

    • Rechtsschutzversicherung (empfohlen)


Schritt 5: Termin beim Notar (Tag 45 bis Tag 60)

Vor der Unterzeichnung:

  • Der Notar sendet Ihnen die Kaufurkunde (2 Wochen im Voraus) zu.

  • Lesen Sie es sorgfältig durch und stellen Sie Ihre Fragen.

  • Bitte prüfen Sie alle Beträge und Daten.

  • Bitte prüfen Sie die Verfügbarkeit der Mittel.


Der Tag der Unterzeichnung:

Wer ist anwesend?

  • Sie (die Käufer)

  • Der/Die Verkäufer

  • Der Notar

  • Möglicherweise: Immobilienmakler, Berater

Dauer: 1-2 Stunden


Verfahren:

  1. Vollständige Lektüre des Kaufvertrags

  2. Erläuterung wichtiger Klauseln

  3. Fragen und Antworten

  4. Unterschriften aller Parteien

  5. Symbolische Schlüsselübergabe (oder verschobener Termin)


Unterzeichnete Dokumente:

  • Beglaubigte Kaufurkunde

  • Hypothekenabtretung (im Falle der Rücknahme)

  • Freigabeerklärung (falls alte Hypothek)

  • Bankvollmacht für Überweisungen


Notargebühren : CHF 1.500 - 3.000 abhängig vom Kanton und der Komplexität


Schritt 6: Eintragung im Grundbuch (Tag 60 bis Tag 90)

Die Registrierung übernimmt der Notar:

  • Eigentumsübertragung auf Ihren Namen

  • Eintragung von Hypotheken

  • Löschung alter Gebühren


Sie erhalten dann:

  • Auszug aus dem Grundbuch auf Ihren Namen

  • Bestätigung der Hypothekenregistrierung


🎉 Herzlichen Glückwunsch, Sie sind nun offiziell Hausbesitzer!


Schritt 7: Übergabe der Schlüssel und des Inventars

Falls die Unterschrift später zugestellt wird:

  • Organisieren Sie eine gemeinsame Ortsbesichtigung

  • Fotografieren Sie den Zustand der Immobilie.

  • Notieren Sie die Zählerstände (Wasser, Strom, Gas).

  • Prüfen Sie, ob alle Geräte ordnungsgemäß funktionieren.

  • Sammeln Sie alle Schlüssel, Ausweise und Fernbedienungen.

  • Besorgen Sie sich die Installationsanleitungen.


Vom Verkäufer zu beschaffende Dokumente:

  • Gerätegarantien

  • Rechnungen für kürzlich erbrachte Leistungen

  • Kontakte für Handwerker (Heizungsmonteur, Elektriker)

  • Zugangscodes und Zugangspunkte (Tastatur, Garage, Keller)

  • Technische Pläne (Elektrik, Sanitärinstallationen)



10. Versteckte Kosten, die Sie unbedingt einkalkulieren müssen

Neben dem Kaufpreis sollten Sie folgende, oft unterschätzte Kosten in Ihr Budget einplanen:


Anschaffungskosten (5-10 % des Preises)


Für eine Immobilie im Wert von 800.000 CHF:


Arbeit

Menge

Details

Erbschaftssteuern

16.000-24.000 CHF

2-3% je nach Kanton (Genf, Waadt).

Notargebühren

2.000-3.000 CHF

Kaufvertrag, Registrierungen

Grundbuchgebühren

800-1.200 CHF

Grundbucheintragung

Immobilienbewertung

800-1.500 CHF

Auf Anfrage der Bank

Maklergeschäft (falls eine Agentur)

0-24.000 CHF

0-3% je nach Vereinbarung (oftmals Verkäufer).

Gesamte Anschaffungskosten

20.000-54.000 CHF

2,5–6,7 % des Preises


Kantonale Unterschiede: Genf und Waadt haben die höchsten Grunderwerbsteuern (3 %). Schwyz und Zug haben die niedrigsten (0 %).


Umzugskosten

  • Professionelle Umzugsunternehmen: CHF 2.000-5.000 je nach Umfang und Entfernung

  • LKW-Miete + Helfer: 500-1.000 CHF

  • Kisten und Materialien: 200-500 CHF

  • Serviceabmeldung/Installation: 200-400 CHF (Internet, Strom)


Durchschnittliches Budget: 3.000-6.000 CHF


Entwicklungs- und Ausrüstungskosten

Eine oft übersehene Aufgabe! Sie benötigen:

  • Ausgestattete Küche (falls nicht bereits enthalten): CHF 15.000-40.000

  • Beleuchtungskörper: CHF 2.000-5.000

  • Vorhänge/Jalousien: CHF 2.000-5.000

  • Malerarbeiten/kleinere Reparaturen: CHF 3.000-8.000

  • Zusätzliche Möbel: CHF 5.000-15.000

  • Haushaltsgeräte: CHF 3.000-8.000


Durchschnittliches Budget: CHF 30.000-80.000 (abhängig vom Zustand der Immobilie und Ihren Anforderungen)


Jährliche wiederkehrende Gebühren

Für Ihr monatliches Budget:


Arbeit

Jährlicher Betrag (CHF 800.000)

Hypothekenzinsen

12.800 CHF (2 % auf 640.000)

Abschreibung

CHF 6,400 (1% obligatorisch)

Gebäudeversicherung

800-1.200 CHF

Haftpflichtversicherung/Rechtsschutz

400-600 CHF

Eigentumswohnungsgebühren (falls Wohnung)

3.000-6.000 CHF

Wartung/Reparaturen

4.000–8.000 CHF (0,5–1 %)

Heizung/Wasser/Strom

3.000-5.000 CHF

Müll-/Wassersteuer

500-800 CHF

Grundsteuern

Variabel nach Kanton

Mietwert (Steuern)

Laut Einkommen

GESAMT monatlich

2.600-3.500 CHF


Vergleich mit der Miete: Diese Gebühren ersetzen Ihre Miete, sind aber im Laufe der Zeit besser planbar.


Empfohlener Reservefonds

Schaffen Sie ein Sicherheitsnetz für unvorhergesehene Ereignisse:


Jahr 1: CHF 20.000-30.000 (Ausrüstung, kleinere Reparaturen) Folgejahre: CHF 10.000-15.000 (Reparaturen, größere Wartungsarbeiten)


Beispiele für häufige unvorhergesehene Ereignisse:

  • Kesselaustausch: CHF 15.000-25.000

  • Dachreparaturen (Anteil am Wohnungseigentum): CHF 10.000-30.000

  • Wasserschaden: CHF 5.000-15.000

  • Fensteraustausch: CHF 800-1.200/Fenster



11. Abschließende Checkliste vor dem Kauf


30 Tage vor der Unterzeichnung


Finanzierung:

  • Endgültige Bankvereinbarung erhalten

  • Zinsstrategie bestätigt

  • abgeschlossene Versicherungspolicen

  • Verfügbares und geprüftes Eigenkapital


Rechtliches:

  • Kaufvertrag erhalten und sorgfältig geprüft

  • Auszug aus dem geprüften, aktuellen Grundbuch

  • Dienstbarkeiten und Gebühren inklusive

  • PSA-Vorschriften lesen (falls Eigentumswohnung)


Technik:

  • Zweiter Besuch des Anwesens abgeschlossen

  • Bei Unklarheiten wird auf fachliche Expertise zurückgegriffen.

  • Notwendige Arbeiten budgetiert

  • Bei Bedarf Renovierungsangebote einholen.


7 Tage vor der Unterzeichnung


Verwaltung:

  • Notartermin bestätigt

  • Gültige Ausweisdokumente

  • Zahlungsmethode für organisierte Gebühren

  • Kündigungsmitteilung für den aktuellen Mietvertrag versandt (Frist eingehalten)


Finanzen:

  • Für Notargebühren verfügbare Mittel

  • Budgetierte Transfersteuern

  • Die Sicherheitsleistung wurde auf ein Treuhandkonto eingezahlt.


Praktisch:

  • Organisierte Umzüge

  • Öffentliche Dienste kontaktiert (Strom, Internet)

  • Hausrat-/Haftpflichtversicherung inklusive

  • Entwicklungsbudget bestätigt


D-Day (Unterzeichnung)


Mitbringen:

  • Originale Ausweisdokumente

  • Familienchronik (falls zutreffend)

  • Scheckbuch- oder Bankdaten

  • Liste der Fragen an den Notar

  • Kamera (für die Inventur bei sofortiger Übergabe)


Zur Überprüfung während des Lesens:

  • Fairer Verkaufspreis

  • Ihre korrekt geschriebene Identität

  • Besitzdatum

  • Liste der enthaltenen Ausrüstung

  • Höhe und Konditionen der Hypotheken


Beim Notar anzufordern:

  • Frist für die Eintragung ins Grundbuch

  • Kopie der beglaubigten Urkunde

  • Kontaktinformationen für weitere Fragen



12. Die 10 fatalen Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten


❌ Fehler Nr. 1: Bis zum Maximum des Budgets einkaufen

Falle: Sie nehmen Kredite bis zur Grenze des Schulden-Einkommens-Verhältnisses von 33 % auf.

Risiko: Kein Spielraum für unvorhergesehene Ereignisse, Preiserhöhungen, Einkommensrückgänge, unerwartete Arbeit.

✅ Lösung: Halten Sie eine Sicherheitsmarge von 10-15 % ein. Wenn Sie 800.000 CHF leihen können, streben Sie 700.000 CHF an.


❌ Fehler Nr. 2: Vernachlässigung von Gebühren und Wartung

Fallstrick: Sich bei der Budgetplanung ausschließlich auf die Hypothekenzinsen konzentrieren.

Risiko: Die Kosten (PSA, Wartung, Heizung) belaufen sich auf zusätzliche 400-600 CHF/Monat.

✅ Lösung: Berechnen Sie die Gesamtbetriebskosten (TCO): Zinsen + Abschreibung + Gebühren + Wartung + Steuern.


❌ Fehler Nr. 3: Die zweite Säule vollständig leeren

Falle: Die vollständige Entnahme aus dem LPP-Konto, um den Eigenkapitalanteil zu maximieren.

Risiko: Reduzierung der Altersrente um 15-20%, geringerer Versicherungsschutz bei Erwerbsunfähigkeit, obligatorische Neugründung im Falle eines Verkaufs.

✅ Lösung: Verwenden Sie nur 50 % Ihres maximalen LPP und priorisieren Sie zuerst die 3. Säule.


❌ Fehler Nr. 4: Kaufen, ohne die Nachbarschaft zu besuchen

Falle: Liebe auf den ersten Blick bei einem einzigen Besuch an einem Samstagmorgen.

Risiko: Die Unannehmlichkeiten (laute Straße, schwierige Nachbarschaft) erst nach dem Kauf zu entdecken.

✅ Lösung: Besuchen Sie die Nachbarschaft dreimal: an einem Wochentagmorgen, abends und am Wochenende. Sprechen Sie mit den Nachbarn.


❌ Fehler Nr. 5: Aufgeben der technischen Expertise

Falle: „Die Immobilie scheint in gutem Zustand zu sein, warum also 1.000 CHF für ein Wertgutachten bezahlen?“

Risiko: Nach dem Kauf wird festgestellt, dass Arbeiten im Wert von CHF 50.000 erforderlich sind (Dach, Fassade, Feuchtigkeit).

✅ Lösung: Investieren Sie CHF 1.000-1.500 in ein Wertgutachten für jede Immobilie, die älter als 20 Jahre ist. Dies führt häufig zu einer Preisminderung.


❌ Fehler Nr. 6: Missachtung der PSA-Vorschriften

Falle: Die 40 Seiten der Wohnungseigentumsordnung nicht lesen.

Risiko: Vermietungsverbot, nicht budgetierte Projekte, restriktive Regeln (Haustiere, Öffnungszeiten).

✅ Lösung: Lesen Sie die gesamten PSA-Vorschriften und die letzten 3 Protokolle der Hauptversammlung. Sie sind die Bibel Ihres Miteigentümers.


❌ Fehler Nr. 7: Nur den niedrigsten Tarif wählen

Falle: Die Wahl von SARON mit 1,5 % anstelle einer 5-jährigen festverzinslichen Anleihe mit 2,3 %.

Risiko: Steigen die Zinsen auf 4 %, werden Ihre Ausgaben um CHF 1.000/Monat in die Höhe schnellen.

✅ Lösung: Legen Sie bei Ihrem Kreditbetrag Wert auf Sicherheiten, die mindestens 60 % des Kreditbetrags ausmachen, insbesondere wenn Sie über ein knappes Budget verfügen.


❌ Fehler Nr. 8: Vernachlässigung der Besteuerung

Fallstrick: Die steuerlichen Auswirkungen des Kaufs nicht vorhersehen (Mietwert, LPP-Entnahme).

Risiko: Unangenehme Überraschung bei der ersten Steuererklärung (+3.000-5.000 CHF an Steuern).

✅ Lösung: Lassen Sie sich vor dem Kauf von einem Steuerspezialisten beraten oder nutzen Sie kantonale Simulatoren.


❌ Fehler Nr. 9: Gemeinsamer Kauf ohne Verhütung

Fallstrick: Der Kauf einer Immobilie während des Zusammenlebens ohne schriftlichen Vertrag.

Risiko: Im Falle einer Trennung oder des Todes besteht kein Rechtsschutz. Es kann zu erheblichen Erbstreitigkeiten kommen.

✅ Lösung: Erstellen Sie eine Gesellschaftervereinbarung oder einen notariell beglaubigten Partnerschaftsvertrag, in dem Folgendes festgelegt ist:

  • Verteilung der Anteile (50/50 oder entsprechend den Einlagen)

  • Wer bezahlt wofür?

  • Folgen einer Trennung

  • Gegenseitiges Vorkaufsrecht


❌ Fehler Nr. 10: Übereiltes Handeln aus Angst, die Gelegenheit zu verpassen

Falle: Ein Angebot abgeben, ohne nachzudenken, weil „5 andere Käufer interessiert sind“.

Risiko: Der Kauf einer überteuerten, ungeeigneten Immobilie oder einer Immobilie mit versteckten Mängeln.

✅ Lösung: Schlafen Sie nach einem Kauf immer eine Nacht darüber. Wenn die Immobilie verkauft wird, war es vielleicht nicht die richtige. Es werden sich andere Gelegenheiten ergeben.


Fazit: Ihr Weg zum Eigenheim

Der Kauf des ersten Eigenheims in der Schweiz ist auch 2025 mit sorgfältiger Vorbereitung noch ein erreichbares Ziel. Fassen wir die wichtigsten Schritte zusammen:


Die 5 Säulen des Erfolgs

  1. Solide Finanzen : 20 % Eigenkapital + Fremdkapitalquote < 33 % + Sicherheitspuffer

  2. Systematische Suche : Klare Kriterien, mehrere Besuche, technische Expertise

  3. Optimierte Finanzierung : Angebotsvergleich, maßgeschneiderte Zinsstrategie

  4. Durchdachte Verhandlung : Marktanalyse, begründetes Angebot, aufschiebende Bedingungen

  5. Langfristige Vision : Umfassendes Budget, Ausgabenplanung, stimmiger Lebensplan


Realistischer Zeitablauf

  • Monate 1-3: Bildung des Eigenkapitalfonds, Projektdefinition, Bankvorqualifizierung

  • Monate 4-6: Aktive Suche, Besuche, Kaufangebot

  • Monate 7-8: Abschließende Finanzierung, administrative Abläufe

  • Monat 9: Vertragsunterzeichnung und Einzug


Zu erwartendes Gesamtbudget (Immobilie im Wert von 800.000 CHF)

  • Kaufpreis: CHF 800,000

  • Eigenkapital: CHF 160.000 (20%)

  • Anschaffungskosten: CHF 25.000-50.000 (3-6%)

  • Renovierung/Umbau: CHF 30.000-80.000

  • Sicherheitsreserve: CHF 20.000-30.000

  • Zu beschaffendes Gesamtbudget: CHF 235.000-320.000


Ihre nächsten Schritte

Diese Woche:

  1. Berechnen Sie Ihre Kreditkapazität mit unserem Simulator.

  2. Prüfen Sie Ihre LPP- und 3a-Vermögenswerte bei Ihren Pensionsfonds.

  3. Durchsuchen Sie Immobilienangebote in Ihren Zielgebieten


Diesen Monat:

  1. Bitten Sie 2-3 Banken um eine Vorabqualifizierung.

  2. Vereinbaren Sie einen Termin mit einem unabhängigen Hypothekenberater.

  3. Definieren Sie Ihre spezifischen Kaufkriterien


In 3 Monaten:

  1. Organisieren Sie Ihre ersten Besuche

  2. Verfeinern Sie Ihr Budget anhand der tatsächlichen Ausgaben.

  3. Bereiten Sie Ihren vollständigen Förderantrag vor.


Nützliche Ressourcen


Online-Rechner


Offizielle Informationen


Verbände und Räte


💬 Benötigen Sie individuelle Unterstützung?

Jede Situation ist einzigartig. Gerne können Sie sich beraten lassen:

  • Ein unabhängiger Hypothekenmakler

  • Ein auf Immobilien spezialisierter Finanzberater

  • Ein Notar für die rechtlichen Aspekte

  • Ein technischer Experte für antike Immobilien


🎯 Dein Ziel ist zum Greifen nah!

Tausende Schweizer Haushalte erwerben jedes Jahr ein Eigenheim. Mit solider Vorbereitung, systematischem Vorgehen und der richtigen Beratung gehören auch Sie bald dazu.

Willkommen zum Abenteuer Immobilienerwerb in der Schweiz! 🏡

Dieser Artikel wurde zuletzt im Oktober 2025 aktualisiert. Preise, Gebühren und Bestimmungen ändern sich regelmäßig. Bitte überprüfen Sie die Informationen stets mit zertifizierten Fachleuten, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.


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