Vollständiger Leitfaden: Der Kauf Ihres ersten Eigenheims in der Schweiz im Jahr 2025
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- 21. Nov. 2025
- 19 Min. Lesezeit
Der Traum vom Eigenheim in der Schweiz ist für viele Familien ein lang gehegter Wunsch. Da die Hypothekenzinsen auch 2025 attraktiv bleiben und der Immobilienmarkt dynamisch ist, könnte jetzt der perfekte Zeitpunkt sein, diesen Schritt zu wagen. Dieser umfassende Leitfaden begleitet Sie Schritt für Schritt beim Kauf Ihrer ersten Immobilie – von der Sicherung Ihrer Ersparnisse bis zur notariellen Beurkundung.

INHALTSVERZEICHNIS
1. Warum im Jahr 2025 kaufen? Der Kontext des Schweizer Marktes
Zustand des Schweizer Immobilienmarktes
Bis 2025 wird der Schweizer Immobilienmarkt mehrere Merkmale aufweisen, die für Erstkäufer günstig sind:
Attraktive Hypothekenzinsen: Die SARON-Zinssätze schwanken zwischen 1,5 % und 2 %, während 10-jährige Festzinshypotheken bei etwa 2,2 % bis 2,8 % liegen. Diese Konditionen sind trotz eines leichten Anstiegs gegenüber den Vorjahren weiterhin historisch günstig.
Immobilienpreise: Der Medianpreis einer Immobilie in der Schweiz liegt bei rund 1.100.000 CHF, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt. In Zürich und Genf liegen die Preise 40 % über dem nationalen Durchschnitt, während Immobilien in einigen Randkantonen 30 % günstiger sind.
Mietpreisentwicklung: Die Mieten in den Stadtzentren steigen weiter, wodurch der Kauf langfristig immer attraktiver gegenüber der Miete wird. Ein Haushalt, der monatlich 2.500 CHF Miete zahlt, könnte mit ähnlichen Ausgaben eine Immobilie im Wert von 800.000 bis 900.000 CHF finanzieren.
Vorteile des Kaufs jetzt
Kostenstabilität: Im Gegensatz zu Mieten, die mit der Inflation schwanken, bleiben Ihre Hypothekenzahlungen vorhersehbar.
Vermögensaufbau: Jede Rückzahlung erhöht Ihr Eigenkapital.
Steuervorteile: Abzug von Hypothekenzinsen und Instandhaltungskosten
Schutz vor Inflation: Ihre Immobilienpreise folgen im Allgemeinen den Markttrends.
Gestaltungsfreiheit: Personalisieren Sie Ihr Zuhause nach Ihren Wünschen.
2. Bin ich bereit zu kaufen? Selbsteinschätzung
Wesentliche Fragen, die Sie sich stellen sollten
Berufliche Stabilität: Sind Sie seit mindestens zwei Jahren festangestellt? Banken bevorzugen unbefristete Arbeitsverträge und ein stabiles Einkommen. Selbstständige müssen drei Jahre Geschäftstätigkeit mit soliden Finanzberichten nachweisen.
Familiäre Situation: Ist Ihre Situation stabil? Ein Kauf durch ein unverheiratetes Paar erfordert zusätzliche rechtliche Vorkehrungen (Gesellschaftervereinbarung, Verteilung der Anteile).
Zeithorizont: Planen Sie, mindestens 5 Jahre in der Gegend zu bleiben? Der Kauf einer Immobilie ist mit Anschaffungskosten (5-10 % des Preises) verbunden, die sich erst im Laufe der Zeit amortisieren.
Sparpotenzial: Können Sie zusätzlich zu Ihrem Eigenkapital ein finanzielles Polster aufbauen? Es wird empfohlen, Ausgaben für sechs Monate als Reserve für unvorhergesehene Ereignisse bereitzuhalten.
Die 5 Säulen des Stabilitätstests
✅ Stabiles Einkommen : Festanstellung oder etablierte Selbstständigkeit
✅ Eigenkapital : Mindestens 20 % des Kaufpreises verfügbar
✅ Schuldenquote : Zukünftige Ausgaben unter 33 % des Bruttoeinkommens
✅ Notfallrücklagen : CHF 20.000-30.000 (ohne Aktien)
✅ Lebensprojekt : Mindestens 5 Jahre lokales Engagement
Wenn Sie mindestens 4 von 5 Kästchen ankreuzen, sind Sie wahrscheinlich bereit, Hausbesitzer zu werden.
3. Eigenkapital: das Lebenselixier des Unternehmens
Wie viel wird tatsächlich benötigt?
Grundregel: Sie müssen mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenkapital einbringen. Bei einer Immobilie im Wert von CHF 800.000 entspricht dies CHF 160.000.
Eigenkapitalstruktur:
Mindestens 10 % in reinen liquiden Mitteln (Bankeinlagen, Wertpapiere) = CHF 80,000
10 % können aus der zweiten Säule (LPP) stammen = 80.000 CHF
Genehmigte Eigenkapitalquellen
1. Persönliche Ersparnisse
Ihr Sparkonto, Girokonto oder verfügbares Bargeld. Es ist die einfachste und bequemste Quelle.
2. Vorhandensein einer zweiten Säule (LPP)
Sie können Ihr betriebliches Altersvorsorgevermögen verwenden, um Ihren Hauptwohnsitz zu erwerben.
Vorteile :
Steigern Sie Ihre sofortige Kaufkraft
Reduziert Ihre monatlichen Hypothekenzahlungen
Nachteile:
Verringert Ihr zukünftiges Renteneinkommen (eine Verringerung um etwa 10 % für jede abgehobene Summe von 100.000 CHF).
Wird im Jahr der Auszahlung als Einkommen besteuert (reduzierter Steuersatz, aber reale Steuerauswirkung)
Es kann nach dem Weiterverkauf 5 Jahre lang nicht wiederverwendet werden.
Verpflichtung zur Wiederauffüllung im Falle eines Verkaufs (außer nach 50 Jahren oder bei Eintritt in den Ruhestand)
Auswirkungenberechnung: Eine Entnahme von CHF 100.000 im Alter von 40 Jahren könnte Ihre zukünftige Rente um CHF 400-500 pro Monat reduzieren. Dies sollte entsprechend Ihrer Ruhestandsplanungsstrategie bewertet werden.
3. Vorhandensein einer dritten Säule (3a)
Ihre gesperrten privaten Ersparnisse können zum Kauf Ihres Hauptwohnsitzes verwendet werden.
Bedingungen :
Auszahlung alle 5 Jahre möglich
Günstige steuerliche Behandlung (ermäßigter Steuersatz)
Der Betrag ist oft begrenzt (50.000-80.000 CHF, abhängig von der Dauer der Mitgliedschaft).
4. Schenkung oder Vorschuss auf eine Erbschaft
Deine Eltern können dich finanziell unterstützen. Zwei Möglichkeiten:
Direkte Schenkung: Keine Rückerstattung, wird aber bei der zukünftigen Erbschaft angerechnet.
Familiendarlehen: Muss dokumentiert und von der Bank anerkannt werden.
Warnung: Große Schenkungen können im Erbschaftsverfahren zu familiären Spannungen führen. Lassen Sie die Bedingungen notariell beglaubigen.
5. Verpflichtung der zweiten Säule
Alternative zur Auszahlung: Sie hinterlegen Ihre LPP als Sicherheit, ohne sie abzuheben.
Vorteile :
Sichern Sie Ihr Renteneinkommen
Keine sofortige Steuer
Zukünftige Flexibilität
Nachteile:
Höhere Hypothekenzahlungen (Sie leihen sich mehr Geld)
Höhere Gesamtkosten (höhere Zinsen im Laufe der Zeit)
Vergleichstabelle: LPP-Rücknahme vs. -Zusage
Kriterien | LPP-Rückzug | LPP-Versprechen |
Tatsächliches Eigenkapital | Ja, erhöhen Sie Ihre 20% | Nein, bleiben Sie an der Kasse. |
Monatliche Gebühren | ✅ Reduziert | ❌ Höher |
Zukünftige Rente | ❌ Um 10-15 % reduziert | ✅ Konserviert |
Besteuerung | Sofortige Steuer (reduziert) | Keine Steuer |
Gesamtkosten | Weniger Interesse | Mehr Interesse |
Flexibilität | Begrenzte Laufzeit (5 Jahre Sperrfrist) | Am besten |
Unsere Empfehlung: Eine Entnahme ist vorteilhaft, wenn Sie unter 40 Jahre alt sind und über ein stabiles Einkommen verfügen. Eine Verpfändung eignet sich für Personen ab 50 Jahren, die ihr Renteneinkommen sichern möchten.
4. Machen Sie sich mit Ihren finanziellen Möglichkeiten vertraut.
Die 3 goldenen Regeln der Schweizer Banken
Regel 1: Eigenkapital (20 %)
Wie bereits oben besprochen. Unerlässlich und in 99 % der Fälle nicht verhandelbar.
Regel 2: Die maximale Schuldenquote (33 %)
Ihre Wohnkosten dürfen ein Drittel Ihres Bruttoeinkommens nicht übersteigen .
Berechnung der theoretischen Lasten (Bezahlbarkeitsberechnung):
Der Hypothekenzins wurde mit 5 % berechnet (theoretischer Zinssatz, nicht der tatsächliche Zinssatz).
Tilgung: 1 % des Darlehensbetrags pro Jahr
Gebühren und Instandhaltung: 1 % des Immobilienwerts
Konkretes Beispiel für eine Immobilie im Wert von 800.000 CHF:
Eigenkapital: CHF 160.000 (20%) Hypothek: CHF 640.000 (80%)
Theoretische jährliche Gebühren:
Zinsen (theoretisch 5 %): 640.000 × 5 % = CHF 32.000
Abschreibung (1%): 640.000 × 1% = CHF 6.400
Wartungs-/Gebühren (1%): 800.000 × 1% = CHF 8.000
Jährliche Gesamtkosten: CHF 46.400
Erforderliches Mindesteinkommen: 46.400 ÷ 33 % = CHF 140.600 brutto/Jahr bzw. ca. CHF 11.700 brutto/Monat
Regel 3: Tilgung (Schuldenabbau)
Sie müssen Ihre Hypothekenschuld innerhalb eines Höchstzeitraums von 15 Jahren amortisieren (zurückzahlen), bis sie 65 % des Immobilienwerts erreicht hat.
Zwei Arten der Abschreibung:
Direkt: Sie zahlen direkt an die Bank zurück, Ihre Schulden verringern sich.
Vorteil: Sie zahlen im Laufe der Zeit weniger Zinsen.
Nachteil: Weniger Steuerabzüge
Indirekt: Sie zahlen in eine dritte, damit verbundene Säule ein, die die Hypothek absichert.
Vorteil: Doppelter Steuerabzug (Zinsen + 3a)
Vorteil: Aufbau von Altersvorsorgegeldern
Nachteil: Die Rendite der Anlage 3a muss den Zinssatz übersteigen, damit sie vorteilhaft ist.
Unsere Empfehlung: Indirekte Abschreibung ist im Allgemeinen für mittlere und hohe Einkommen steuerlich vorteilhafter.
Simulator: Wie viel kann ich mir leihen?
Schnellmethode:
Nehmen Sie Ihr jährliches Bruttoeinkommen.
Multiplizieren Sie mit 33 % = Ihre maximale Belastung
Teilen Sie durch 6,4 % = Ihre Kreditkapazität
Eigenkapital hinzufügen (20 %) = maximaler Kaufpreis
Beispiel mit einem Bruttoeinkommen von CHF 120.000:
120.000 × 33 % = 39.600 CHF maximale Gebühren/Jahr
39.600 ÷ 6,4 % = CHF 618.750 Kreditrahmen
618.750 ÷ 80 % = 773.400 CHF maximaler Kaufpreis
Optimierung Ihrer Kreditkapazität
Rechtliche Strategien zur Stärkung Ihres Falles:
Gemeinsamer Kauf als Paar: Durch die Zusammenlegung Ihrer Einkommen verdoppeln Sie nahezu Ihre Kaufkraft.
Schulden tilgen: Autokredite, Leasingverträge und Kreditkarten kündigen
Erhöhen Sie Ihr Eigenkapital: Ab einem Anteil von 20 % reduzieren Sie Schulden und Ausgaben.
Stabiles Zusatzeinkommen: Regelmäßige Boni, 13. Monatsgehalt, Mieteinnahmen
Gemeinsame Kreditaufnahme mit einem Verwandten: Eltern, Geschwister (achten Sie auf die rechtlichen Konsequenzen)
5. Die richtige Immobilienart auswählen
Haus oder Wohnung: Das große Dilemma:
Die Wohnung (PPE - Eigentumswohnung)
Vorteile :
✅ Günstigerer Einstiegspreis (500.000-900.000 CHF je nach Region)
✅ Die Instandhaltung der Außenanlagen wird vom PPE-Team durchgeführt.
✅ Vorhersehbare und geteilte Wartungskosten
✅ Oft besser gelegen (in der Nähe von Stadtzentren)
✅ Leichter wiederzuverkaufen
Nachteile:
❌ Monatliche Wohngeldzahlungen (200-500 CHF)
❌ Kollektive Entscheidungen für Großprojekte
❌ Weniger Privatsphäre und Gestaltungsfreiheit
❌ Abhängigkeit vom PSA-Management
Ideal für: Erstkäufer, Paare ohne Kinder, Menschen, die Wert auf städtische Nähe und einfache Verwaltung legen.
Das freistehende Haus
Vorteile :
✅ Völlige Gestaltungsfreiheit
✅ Privater Garten und Außenbereich
✅ Keine Eigentumswohnungsgebühren
✅ Privatsphäre und Ruhe
✅ Erweiterungspotenzial
Nachteile:
❌ Hoher Kaufpreis (800.000-1.500.000 CHF)
❌ Wartung vollständig auf Ihre Kosten
❌ Häufigere unerwartete Ausgaben (Dach, Fassade, Garten)
❌ Erheblicher Verwaltungsaufwand
❌ Oft weiter von den Zentren entfernt.
Ideal für: Familien mit Kindern, Menschen, die Unabhängigkeit suchen, ein ausreichendes Budget haben und die Möglichkeit zur Instandhaltung mitbringen.
Neu vs. Alt: Vergleichende Analyse:
Die Immobilie ist neu oder jünger als 5 Jahre.
Vorteile :
✅ Für 10-15 Jahre ist keine Arbeit erforderlich
✅ Aktuelle Energiestandards (Heizeinsparungen)
✅ Herstellergarantie (5-10 Jahre)
✅ Individuelle Anpassung möglich (Oberflächen)
✅ Maximale Steuerabzüge
Nachteile:
❌ Preis pro m² 15-25 % höher
❌ Stadtteile, die sich manchmal "im Aufbau" befinden
❌ Standardisierte Dienstleistungen
❌ Die Kosten für Eigentumswohnungen werden anfangs oft unterschätzt.
Typisches Budget: 900.000-1.200.000 CHF für eine neue 4,5-Zimmer-Wohnung am Stadtrand.
Die ältere Immobilie (15+ Jahre):
Vorteile :
✅ Preis pro m² 15–25 % niedriger
✅ Etablierte Wohngebiete mit Infrastruktur
✅ Potenzielles Prestige und Charme
✅ Verhandlung oft möglich
✅ Reale Sichtbarkeit der Umgebung
Nachteile:
❌ Renovierungsarbeiten erforderlich (50.000-150.000 CHF)
❌ Die Energieeffizienz könnte verbessert werden
❌ Veraltete Standards (Elektrizität, Isolierung)
❌ Mögliche versteckte Mängel
Typisches Budget: 650.000-900.000 CHF für eine ältere 4,5-Zimmer-Wohnung + 80.000 CHF für die Renovierung.
Unsere Empfehlung basiert auf dem Profil
Erstkäufer mit kleinem Budget (CHF 500.000–700.000): → Gut gelegene, ältere Wohnung am Stadtrand + schrittweise Renovierung
Junges Paar ohne Kinder (CHF 700.000-900.000): → Gut gelegene, neuwertige Wohnung (3,5-4,5 Zimmer)
Familie mit Kindern (CHF 900.000-1.200.000): → Neueres Haus am Stadtrand oder geräumige neue Wohnung
Komfortables Budget (CHF 1.200.000+): → Neu erbautes oder renoviertes Einfamilienhaus in begehrter Lage
6. Hypothekenfinanzierung erklärt
Verfügbare Hypothekenarten
1. Hypothek mit festem Zinssatz
Prinzip: Sie sichern sich den Zinssatz für einen festen Zeitraum (2, 5, 10, 15 Jahre).
Aktuelle Preise 2025:
2 Jahre: 1,8 % – 2,2 %
5 Jahre: 2,0 % – 2,5 %
10 Jahre: 2,2 % – 2,8 %
15 Jahre: 2,5 % – 3,0 %
Vorteile :
✅ Absolute Sicherheit und Vorhersagbarkeit
✅ Schutz vor steigenden Zinsen
✅ Vereinfachte Budgetplanung
Nachteile:
❌ Keine Senkung bei sinkenden Zinsen
❌ Strafgebühren für vorzeitige Rückzahlung
❌ Etwas höhere kurzfristige Zinssätze
Ideal für: Risikoaverse Personen, knappe Budgets, Erwartung steigender Zinsen.
2. SARON-Hypothek (variabel)
Prinzip: Der Zinssatz wird vierteljährlich auf Basis des Schweizer Durchschnittstageszinssatzes (Referenz SNB) angepasst.
Aktueller Zinssatz 2025: 1,5 % – 2,0 %
Vorteile :
✅ Niedrigerer Anfangszins
✅ Profitieren Sie von niedrigeren Zinssätzen
✅ Keine Rückerstattungsgebühren
✅ Maximale Flexibilität
Nachteile:
❌ Risiko unvorhersehbarer Preiserhöhungen
❌ Variables Budget
❌ Stress in Zeiten der Unsicherheit
Ideal für: Komfortables Budget mit Spielraum, kurz- bis mittelfristiger Anlagehorizont, dynamisches Profil.
3. Mehrtranchenhypothek (gemischte Strategie)
Prinzip: Sie teilen Ihren Kredit in mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten auf.
Beispiel basierend auf CHF 600,000:
Tranche 1: CHF 200.000 über 2 Jahre (1,9 %)
Tranche 2: CHF 200.000 über 5 Jahre (2,3 %)
Tranche 3: CHF 200.000 über 10 Jahre (2,6 %)
Vorteile :
✅ Glättung des Zinsrisikos
✅ Flexible, gestaffelte Refinanzierung
✅ Langfristige Optimierung
Nachteile:
❌ Komplexeres Management
❌ Erfordert Marktbeobachtung
Ideal für: Clevere Käufer mit langfristigem Anlagehorizont und dem Wunsch nach Optimierung.
Finanzierungsstrategie im Kontext
Kontext 2025 – Moderate, aber leicht steigende Raten:
Unsere Empfehlung: 50/30/20-Strategie
50 % fest für 5-7 Jahre (Sicherheit)
30 % fest für 10 Jahre (langfristige Stabilität)
20 % in SARON (Chance bei fallendem Kurs)
Dieser Ansatz schafft ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Flexibilität.
Vergleichen Sie Angebote: Geben Sie sich nicht mit dem ersten zufrieden!
Die Akteure auf dem Schweizer Hypothekenmarkt:
Kantonale Banken: Wettbewerbsfähige Konditionen, lokaler Service, moderate Flexibilität
Großbanken (UBS, CS, Raiffeisen): Digitale Angebote, Verhandlung bei größeren Beträgen möglich
Online-Banken ( Hypotheca.ch usw.): Wettbewerbsfähige Gebühren, 100 % digitaler Prozess
Lebensversicherung: Sehr wettbewerbsfähige Tarife, strenge Bedingungen
Pensionsfonds: Mitgliedervorteile, Vorzugstarife
Vergleichsmethode:
Fordern Sie gleichzeitig 3-5 Angebote an.
Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins (einschließlich Gebühren).
Prüfen Sie die Bearbeitungsgebühren (0-1.000 CHF)
Analysieren Sie die Flexibilität (Dämpfung, Erhöhung).
Verhandlungsangebot: 0,1 % auf 600.000 CHF = Ersparnis von 600 CHF pro Jahr!
Profi-Tipp: Banken passen ihre Angebote oft an die der Konkurrenz an. Zeigen Sie ihnen Ihre besten Angebote, um zu verhandeln.
7. Die Suche nach der idealen Immobilie
Definieren Sie Ihre Prioritätskriterien
Drei-Kreise-Methode:
Kreis 1 – Nicht verhandelbare Kriterien:
Mindestanzahl an Stück
Geografisches Gebiet (Gemeinde/Radius)
Absolutes Maximalbudget
Immobilientyp (Eigentumswohnung/Haus)
Kreis 2 – Wichtige, aber flexible Kriterien:
In der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln
Allgemeiner Zustand der Immobilie
Ausrichtung und Helligkeit
Parkplätze
Kreis 3 - Bonuskriterien:
Aussicht, Balkon, Garten
Hochwertige Dienstleistungen
Spezielle Ausrüstung
Tipp: Suchen Sie nicht nach der „perfekten“ Immobilie. Die gibt es nicht. Streben Sie eine 80%ige Erfüllung Ihrer wichtigsten Kriterien an.
Wo kann man effektiv suchen?
Unverzichtbare Plattformen:
Immoscout24.ch – Marktführer, größte Auswahl
Homegate.ch – Intuitive Benutzeroberfläche, gute Abdeckung
Comparis.ch – Vergleich mehrerer Standorte
Anibis.ch – Privatpersonen, gelegentliche Schnäppchen
Websites lokaler Werbeagenturen – Exklusive Inhalte vor der allgemeinen Veröffentlichung
Gewinnstrategien:
✅ Erstellen Sie benutzerdefinierte Benachrichtigungen auf jeder Plattform.
✅ Täglich vorbeischauen – Top-Angebote sind innerhalb von 48–72 Stunden vergriffen.
✅ Registrieren Sie sich auf den Wartelisten der örtlichen Behörden.
✅ Persönliches Netzwerk – Informieren Sie Ihre Kontakte über Ihre Suche
✅ Feldakquise – Zielgebiete identifizieren und direkt Kontakt aufnehmen
Besuche: Checkliste der zu prüfenden Punkte
Vor dem Besuch:
Erkunden Sie die Umgebung auf Google Maps (Geschäfte, Schulen, Lärmpegel).
Prüfen Sie die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel.
Konsultieren Sie den Katasterplan (Dienstbarkeiten, Zonen).
Während des Besuchs – Checkliste:
📋 Außenbereich & Gebäude:
Zustand der Fassade (Risse, Feuchtigkeit)
Dach und Dachrinnen
Gemeinschaftsbereiche (Sauberkeit, Instandhaltung)
Keller, Fahrradabstellraum, Parkplatz
📋 Innenraum - Technische Daten:
Fenster (Doppel-/Dreifachverglasung, Zustand)
Heizung (Art, Alter, Verbrauch)
Schalldämmung (Test durch Klopfen an die Wand)
Stromversorgung (Anzahl der Steckdosen, Verteilerkasten)
Sanitärinstallationen (Wasserdruck, Abwasser)
Belüftung (mechanische Belüftung, Klimaanlage)
📋 Innenraum - Komfort:
Helligkeit (zu verschiedenen Tageszeiten)
Volumen und Deckenhöhe
Praktische Raumaufteilung (Verkehrswege)
Zustand der Böden und Wände
Lagerung
📋 Umgebung:
Lärmbelästigung (Straße, Bahn, Wohngebiet)
Vis à vis
Ausrichtung (Morgen-/Abendsonne)
Sicht
Profi-Tipp: Besuchen Sie die Gegend an einem Wochentagabend und am Wochenende, um die tatsächliche Atmosphäre zu erleben.
Zu beantragende Dokumente
Bevor Sie ein Angebot abgeben, fordern Sie diese Dokumente vom Verkäufer/der Agentur an:
✅ Auszug aus dem Grundbuch – Rechtlicher Eigentümer, Dienstbarkeiten, Hypotheken
✅ Katasterkarten – Exakte Grenzen, Zugang
✅ Wohnungseigentumsordnung - Wenn eine Eigentumswohnung
✅ Protokolle der letzten 3 Generalversammlungen – Genehmigte Arbeiten, Streitigkeiten
✅ Abrechnung der Wohngeldzahlungen – Betrag, Renovierungsfonds
✅ Energieausweis (CECB) – Verbrauch, Empfehlungen
✅ Aktuelle Arbeitsrechnungen – Garantien, Qualität
✅ Asbest-/Bleizertifikat – Falls die Immobilie alt ist
✅ Bebauungsplan – Baupotenzial, Schutzmaßnahmen
Verweigerung der Vorlage eines Dokuments = Warnsignal – Nicht ignorieren!
8. Machen Sie ein Angebot und verhandeln Sie.
Analysieren Sie den Angebotspreis
Vierstufiges Bewertungsverfahren:
1. Vergleichen Sie die Marktpreise.
Suche nach 5-10 ähnlichen Immobilien, die kürzlich (in den letzten 6-12 Monaten) verkauft wurden.
Je nach Bedingungen, Standort und Serviceleistungen anpassen
Berechnen Sie den durchschnittlichen Preis pro Quadratmeter in der Region.
2. Ermitteln Sie den erforderlichen Arbeitsaufwand.
Führen Sie die kürzlich durchgeführten Renovierungsarbeiten (innerhalb der letzten 5 Jahre) auf.
Holen Sie 2-3 Angebote für größere Arbeiten ein.
Rechnen Sie mit 1.000-1.500 CHF/m² für eine Komplettrenovierung.
3. Analysieren Sie den Verkaufskontext
Laufzeit der Anzeige (mehr als 3 Monate = Verhandlungsspielraum)
Verkaufsgrund (dringender Schritt = Druck seitens des Verkäufers)
Anzahl der Besuche und konkurrierende Angebote
4. Überprüfen Sie die offiziellen Transaktionen.
Einige Kantone veröffentlichen die tatsächlichen Verkaufspreise.
Kontaktieren Sie lokale Agenten für Referenzen.
Die Verhandlungsstrategie
In der Schweiz gilt grundsätzlich: Verhandlungsspielraum von 3-8% je nach Kontext.
Wann man nur wenig (0-3 %) verhandeln sollte:
In stark nachgefragten Gebieten sehr begehrt.
Der Preis ist im Vergleich zum Markt bereits attraktiv.
Mehrere konkurrierende Angebote
Der Verkäufer hatte es nicht eilig.
Wann weitere Verhandlungen sinnvoll sind (5-10%):
Altes Gebäude, das renovierungsbedürftig ist
Dieses Angebot ist seit über 3 Monaten online.
Käufermarkt
Verkäufer ist motiviert (Umzug, Scheidung)
Progressive Angebotstechnik:
Erstes Angebot: Angebotspreis - 8 %
„Nach Marktanalyse und Schätzung des erforderlichen Arbeitsaufwands…“
Bei Ablehnung Gegenangebot: Angebotspreis - 5 %
„Um das schnell zu realisieren, können wir auf Folgendes vorrücken…“
Letztes Angebot: Angebotspreis - 3 %
„Dies ist unser bestes und letztes Angebot, Finanzierungspaket bereit.“
Konkretes Beispiel:
Angegebener Preis: CHF 850,000
Angebot 1: CHF 780.000 (-8%)
Angebot 2: CHF 810.000 (-4,7%)
Vereinbarung: CHF 825.000 (-2,9%)
Ersparnis: CHF 25,000
Das Kaufangebot formalisieren
Sobald der Preis ausgehandelt ist, sollte er schriftlich festgehalten werden:
Inhalt des Kaufvertrags:
Käuferidentität
Genaue Adresse und Beschreibung der Immobilie
Vereinbarter Preis und Zahlungsbedingungen
Gewünschter Termin für die Unterzeichnung beim Notar
Besitzdatum
Vorbedingungen (Finanzierung, Genehmigungen)
Gültigkeitszeitraum des Angebots (7-14 Tage)
Wesentliche Vorbedingungen:
Beschaffung einer Bankfinanzierung (Zeitraum: 30-45 Tage)
„Dieses Angebot steht unter dem Vorbehalt der Sicherstellung einer Hypothekenfinanzierung in Höhe von XXX CHF zu marktüblichen Bedingungen.“
Erwerbsgenehmigung (falls es sich um einen Ausländer im Sinne des Lex Koller handelt)
Bearbeitungszeit: 2-4 Monate je nach Kanton
Baugenehmigung (falls Arbeiten geplant sind)
Geben Sie die Art der geplanten Arbeiten an.
Verkauf des aktuellen Eigentums (falls zutreffend)
"Vorbehaltlich des Verkaufs unserer Immobilie in..."
Wichtig: Ohne aufschiebende Bedingungen ist Ihre Zusage endgültig. Bei Rücktritt verlieren Sie Ihre Anzahlung (in der Regel 10 % des Preises, d. h. CHF 80.000 bei einer Immobilie im Wert von CHF 800.000).
Umgang mit Wettbewerbssituationen
Wenn mehrere Käufer Interesse haben:
❌ Zu vermeiden:
Emotionales Überbieten über das Budget hinaus
Verzicht auf Vorbedingungen durch Eile
Eine zu kurze Unterzeichnungsfrist akzeptieren
✅ Zu erledigen:
Zeigen Sie Ihre Ernsthaftigkeit: vorab genehmigte Bankakte
Schlagen Sie einen schnellen Unterzeichnungstermin vor.
Seien Sie flexibel bezüglich des Schlüsselübergabetermins.
Fügen Sie einen persönlichen Brief an den Verkäufer hinzu (es funktioniert!).
Bieten Sie eine etwas höhere Anzahlung an.
Der Brief an den Verkäufer: Eine in der Schweiz bewährte Methode! Erklären Sie auf einer Seite, warum diese Immobilie zu Ihrem Lebensstil passt. Verkäufer legen oft großen Wert auf die persönlichen Belange, insbesondere bei einem selbstgenutzten Wohneigentum.
9. Administrative Verfahren bis zur Unterzeichnung
Schritt 1: Annahme des Angebots (Tag D)
Der Verkäufer nimmt Ihr Angebot schriftlich an. Der Kaufvertrag wird von beiden Parteien unterzeichnet.
Von diesem Moment an:
Zahlen Sie die Anzahlung (5-10%) auf ein Treuhandkonto ein.
Aktivieren Sie Ihre aufschiebenden Bedingungen
Starten Sie den Finanzierungsprozess
Schritt 2: Vorbereitung der Hypothekenakte (Tag 1 bis Tag 7)
Für die Bank mitzubringende Dokumente:
📄 Persönliche Gegenstände:
Identitätsnachweis (Reisepass oder Personalausweis)
Aufenthaltserlaubnis (falls ausländischer Staatsangehöriger)
Heirats-/Partnerschaftsurkunde (falls es sich um ein Paar handelt)
Familienchronik (falls Kinder)
📄 Professionelle Dokumente:
die letzten 3 Gehaltsabrechnungen
Arbeitsvertrag
Arbeitgeberbescheinigung
Bei Selbstständigkeit: die letzten 3 Jahresabschlüsse + Steuererklärungen
📄 Finanzdokumente:
die letzten 3 Steuererklärungen
Bescheinigungen über Beiträge zur zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge
Kontoauszüge vom Sparkonto
Vermögensaufstellung (Wertpapiere, Versicherungen)
Liste der bestehenden Schulden (Darlehen, Leasingverträge)
📄 Eigentumsdokumente:
Kaufvertrag unterzeichnet
Vollständiges Immobilienangebot
Grundstückspläne
Auszug aus dem Grundbuch
Wertschätzung (wird manchmal von der Bank bereitgestellt)
Tipp: Bereiten Sie alle diese Dokumente im Voraus in einem digitalen Ordner vor. Dadurch sparen Sie 1–2 Wochen.
Schritt 3: Bankanalyse und grundsätzliche Einigung (7 bis 30 Tage später)
Die Bank prüft Ihren Antrag:
Einkommensnachweis und Stabilität
Berechnung des Schulden-Einkommens-Verhältnisses
Immobilienbewertung (interne oder beauftragte Bewertung)
Risikoanalyse
Zwei mögliche Ergebnisse:
✅ Grundsatzzusage: Die Bank genehmigt die Finanzierung vorbehaltlich bestimmter Bedingungen
Sie erhalten eine Zusageerklärung.
Bedingungen: endgültige Unterschrift, keine Änderung der Situation
Gültigkeit: in der Regel 3-6 Monate
❌ Ablehnung oder unzureichende Bedingungen:
Fragen Sie nach den konkreten Gründen.
Beantragen Sie sofort bei anderen Banken.
Erwägen Sie, Ihr Angebot anzupassen (Erhöhung des Eigenkapitals).
Bei wiederholten Ablehnungen: Aktivieren Sie Ihre Finanzierungsvorbehaltsklausel, um den Kauf straffrei zu stornieren.
Schritt 4: Abschluss der Finanzierung (Tag 30 bis Tag 45)
Sobald eine Einigung erzielt ist:
Unterzeichnen Sie das endgültige Hypothekenangebot
Wählen Sie Ihre Zinsstrategie
Bestimmen Sie Ihre Begünstigten (Lebensversicherung)
Schließen Sie die obligatorischen Versicherungen ab:
Gebäudeversicherung (obligatorisch, oft kantonal)
Todesfallrisikoversicherung (von der Bank vorgeschrieben)
Rechtsschutzversicherung (empfohlen)
Schritt 5: Termin beim Notar (Tag 45 bis Tag 60)
Vor der Unterzeichnung:
Der Notar sendet Ihnen die Kaufurkunde (2 Wochen im Voraus) zu.
Lesen Sie es sorgfältig durch und stellen Sie Ihre Fragen.
Bitte prüfen Sie alle Beträge und Daten.
Bitte prüfen Sie die Verfügbarkeit der Mittel.
Der Tag der Unterzeichnung:
Wer ist anwesend?
Sie (die Käufer)
Der/Die Verkäufer
Der Notar
Möglicherweise: Immobilienmakler, Berater
Dauer: 1-2 Stunden
Verfahren:
Vollständige Lektüre des Kaufvertrags
Erläuterung wichtiger Klauseln
Fragen und Antworten
Unterschriften aller Parteien
Symbolische Schlüsselübergabe (oder verschobener Termin)
Unterzeichnete Dokumente:
Beglaubigte Kaufurkunde
Hypothekenabtretung (im Falle der Rücknahme)
Freigabeerklärung (falls alte Hypothek)
Bankvollmacht für Überweisungen
Notargebühren : CHF 1.500 - 3.000 abhängig vom Kanton und der Komplexität
Schritt 6: Eintragung im Grundbuch (Tag 60 bis Tag 90)
Die Registrierung übernimmt der Notar:
Eigentumsübertragung auf Ihren Namen
Eintragung von Hypotheken
Löschung alter Gebühren
Sie erhalten dann:
Auszug aus dem Grundbuch auf Ihren Namen
Bestätigung der Hypothekenregistrierung
🎉 Herzlichen Glückwunsch, Sie sind nun offiziell Hausbesitzer!
Schritt 7: Übergabe der Schlüssel und des Inventars
Falls die Unterschrift später zugestellt wird:
Organisieren Sie eine gemeinsame Ortsbesichtigung
Fotografieren Sie den Zustand der Immobilie.
Notieren Sie die Zählerstände (Wasser, Strom, Gas).
Prüfen Sie, ob alle Geräte ordnungsgemäß funktionieren.
Sammeln Sie alle Schlüssel, Ausweise und Fernbedienungen.
Besorgen Sie sich die Installationsanleitungen.
Vom Verkäufer zu beschaffende Dokumente:
Gerätegarantien
Rechnungen für kürzlich erbrachte Leistungen
Kontakte für Handwerker (Heizungsmonteur, Elektriker)
Zugangscodes und Zugangspunkte (Tastatur, Garage, Keller)
Technische Pläne (Elektrik, Sanitärinstallationen)
10. Versteckte Kosten, die Sie unbedingt einkalkulieren müssen
Neben dem Kaufpreis sollten Sie folgende, oft unterschätzte Kosten in Ihr Budget einplanen:
Anschaffungskosten (5-10 % des Preises)
Für eine Immobilie im Wert von 800.000 CHF:
Arbeit | Menge | Details |
Erbschaftssteuern | 16.000-24.000 CHF | 2-3% je nach Kanton (Genf, Waadt). |
Notargebühren | 2.000-3.000 CHF | Kaufvertrag, Registrierungen |
Grundbuchgebühren | 800-1.200 CHF | Grundbucheintragung |
Immobilienbewertung | 800-1.500 CHF | Auf Anfrage der Bank |
Maklergeschäft (falls eine Agentur) | 0-24.000 CHF | 0-3% je nach Vereinbarung (oftmals Verkäufer). |
Gesamte Anschaffungskosten | 20.000-54.000 CHF | 2,5–6,7 % des Preises |
Kantonale Unterschiede: Genf und Waadt haben die höchsten Grunderwerbsteuern (3 %). Schwyz und Zug haben die niedrigsten (0 %).
Umzugskosten
Professionelle Umzugsunternehmen: CHF 2.000-5.000 je nach Umfang und Entfernung
LKW-Miete + Helfer: 500-1.000 CHF
Kisten und Materialien: 200-500 CHF
Serviceabmeldung/Installation: 200-400 CHF (Internet, Strom)
Durchschnittliches Budget: 3.000-6.000 CHF
Entwicklungs- und Ausrüstungskosten
Eine oft übersehene Aufgabe! Sie benötigen:
Ausgestattete Küche (falls nicht bereits enthalten): CHF 15.000-40.000
Beleuchtungskörper: CHF 2.000-5.000
Vorhänge/Jalousien: CHF 2.000-5.000
Malerarbeiten/kleinere Reparaturen: CHF 3.000-8.000
Zusätzliche Möbel: CHF 5.000-15.000
Haushaltsgeräte: CHF 3.000-8.000
Durchschnittliches Budget: CHF 30.000-80.000 (abhängig vom Zustand der Immobilie und Ihren Anforderungen)
Jährliche wiederkehrende Gebühren
Für Ihr monatliches Budget:
Arbeit | Jährlicher Betrag (CHF 800.000) |
Hypothekenzinsen | 12.800 CHF (2 % auf 640.000) |
Abschreibung | CHF 6,400 (1% obligatorisch) |
Gebäudeversicherung | 800-1.200 CHF |
Haftpflichtversicherung/Rechtsschutz | 400-600 CHF |
Eigentumswohnungsgebühren (falls Wohnung) | 3.000-6.000 CHF |
Wartung/Reparaturen | 4.000–8.000 CHF (0,5–1 %) |
Heizung/Wasser/Strom | 3.000-5.000 CHF |
Müll-/Wassersteuer | 500-800 CHF |
Grundsteuern | Variabel nach Kanton |
Mietwert (Steuern) | Laut Einkommen |
GESAMT monatlich | 2.600-3.500 CHF |
Vergleich mit der Miete: Diese Gebühren ersetzen Ihre Miete, sind aber im Laufe der Zeit besser planbar.
Empfohlener Reservefonds
Schaffen Sie ein Sicherheitsnetz für unvorhergesehene Ereignisse:
Jahr 1: CHF 20.000-30.000 (Ausrüstung, kleinere Reparaturen) Folgejahre: CHF 10.000-15.000 (Reparaturen, größere Wartungsarbeiten)
Beispiele für häufige unvorhergesehene Ereignisse:
Kesselaustausch: CHF 15.000-25.000
Dachreparaturen (Anteil am Wohnungseigentum): CHF 10.000-30.000
Wasserschaden: CHF 5.000-15.000
Fensteraustausch: CHF 800-1.200/Fenster
11. Abschließende Checkliste vor dem Kauf
30 Tage vor der Unterzeichnung
✅ Finanzierung:
Endgültige Bankvereinbarung erhalten
Zinsstrategie bestätigt
abgeschlossene Versicherungspolicen
Verfügbares und geprüftes Eigenkapital
✅ Rechtliches:
Kaufvertrag erhalten und sorgfältig geprüft
Auszug aus dem geprüften, aktuellen Grundbuch
Dienstbarkeiten und Gebühren inklusive
PSA-Vorschriften lesen (falls Eigentumswohnung)
✅ Technik:
Zweiter Besuch des Anwesens abgeschlossen
Bei Unklarheiten wird auf fachliche Expertise zurückgegriffen.
Notwendige Arbeiten budgetiert
Bei Bedarf Renovierungsangebote einholen.
7 Tage vor der Unterzeichnung
✅ Verwaltung:
Notartermin bestätigt
Gültige Ausweisdokumente
Zahlungsmethode für organisierte Gebühren
Kündigungsmitteilung für den aktuellen Mietvertrag versandt (Frist eingehalten)
✅ Finanzen:
Für Notargebühren verfügbare Mittel
Budgetierte Transfersteuern
Die Sicherheitsleistung wurde auf ein Treuhandkonto eingezahlt.
✅ Praktisch:
Organisierte Umzüge
Öffentliche Dienste kontaktiert (Strom, Internet)
Hausrat-/Haftpflichtversicherung inklusive
Entwicklungsbudget bestätigt
D-Day (Unterzeichnung)
✅ Mitbringen:
Originale Ausweisdokumente
Familienchronik (falls zutreffend)
Scheckbuch- oder Bankdaten
Liste der Fragen an den Notar
Kamera (für die Inventur bei sofortiger Übergabe)
✅ Zur Überprüfung während des Lesens:
Fairer Verkaufspreis
Ihre korrekt geschriebene Identität
Besitzdatum
Liste der enthaltenen Ausrüstung
Höhe und Konditionen der Hypotheken
✅ Beim Notar anzufordern:
Frist für die Eintragung ins Grundbuch
Kopie der beglaubigten Urkunde
Kontaktinformationen für weitere Fragen
12. Die 10 fatalen Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten
❌ Fehler Nr. 1: Bis zum Maximum des Budgets einkaufen
Falle: Sie nehmen Kredite bis zur Grenze des Schulden-Einkommens-Verhältnisses von 33 % auf.
Risiko: Kein Spielraum für unvorhergesehene Ereignisse, Preiserhöhungen, Einkommensrückgänge, unerwartete Arbeit.
✅ Lösung: Halten Sie eine Sicherheitsmarge von 10-15 % ein. Wenn Sie 800.000 CHF leihen können, streben Sie 700.000 CHF an.
❌ Fehler Nr. 2: Vernachlässigung von Gebühren und Wartung
Fallstrick: Sich bei der Budgetplanung ausschließlich auf die Hypothekenzinsen konzentrieren.
Risiko: Die Kosten (PSA, Wartung, Heizung) belaufen sich auf zusätzliche 400-600 CHF/Monat.
✅ Lösung: Berechnen Sie die Gesamtbetriebskosten (TCO): Zinsen + Abschreibung + Gebühren + Wartung + Steuern.
❌ Fehler Nr. 3: Die zweite Säule vollständig leeren
Falle: Die vollständige Entnahme aus dem LPP-Konto, um den Eigenkapitalanteil zu maximieren.
Risiko: Reduzierung der Altersrente um 15-20%, geringerer Versicherungsschutz bei Erwerbsunfähigkeit, obligatorische Neugründung im Falle eines Verkaufs.
✅ Lösung: Verwenden Sie nur 50 % Ihres maximalen LPP und priorisieren Sie zuerst die 3. Säule.
❌ Fehler Nr. 4: Kaufen, ohne die Nachbarschaft zu besuchen
Falle: Liebe auf den ersten Blick bei einem einzigen Besuch an einem Samstagmorgen.
Risiko: Die Unannehmlichkeiten (laute Straße, schwierige Nachbarschaft) erst nach dem Kauf zu entdecken.
✅ Lösung: Besuchen Sie die Nachbarschaft dreimal: an einem Wochentagmorgen, abends und am Wochenende. Sprechen Sie mit den Nachbarn.
❌ Fehler Nr. 5: Aufgeben der technischen Expertise
Falle: „Die Immobilie scheint in gutem Zustand zu sein, warum also 1.000 CHF für ein Wertgutachten bezahlen?“
Risiko: Nach dem Kauf wird festgestellt, dass Arbeiten im Wert von CHF 50.000 erforderlich sind (Dach, Fassade, Feuchtigkeit).
✅ Lösung: Investieren Sie CHF 1.000-1.500 in ein Wertgutachten für jede Immobilie, die älter als 20 Jahre ist. Dies führt häufig zu einer Preisminderung.
❌ Fehler Nr. 6: Missachtung der PSA-Vorschriften
Falle: Die 40 Seiten der Wohnungseigentumsordnung nicht lesen.
Risiko: Vermietungsverbot, nicht budgetierte Projekte, restriktive Regeln (Haustiere, Öffnungszeiten).
✅ Lösung: Lesen Sie die gesamten PSA-Vorschriften und die letzten 3 Protokolle der Hauptversammlung. Sie sind die Bibel Ihres Miteigentümers.
❌ Fehler Nr. 7: Nur den niedrigsten Tarif wählen
Falle: Die Wahl von SARON mit 1,5 % anstelle einer 5-jährigen festverzinslichen Anleihe mit 2,3 %.
Risiko: Steigen die Zinsen auf 4 %, werden Ihre Ausgaben um CHF 1.000/Monat in die Höhe schnellen.
✅ Lösung: Legen Sie bei Ihrem Kreditbetrag Wert auf Sicherheiten, die mindestens 60 % des Kreditbetrags ausmachen, insbesondere wenn Sie über ein knappes Budget verfügen.
❌ Fehler Nr. 8: Vernachlässigung der Besteuerung
Fallstrick: Die steuerlichen Auswirkungen des Kaufs nicht vorhersehen (Mietwert, LPP-Entnahme).
Risiko: Unangenehme Überraschung bei der ersten Steuererklärung (+3.000-5.000 CHF an Steuern).
✅ Lösung: Lassen Sie sich vor dem Kauf von einem Steuerspezialisten beraten oder nutzen Sie kantonale Simulatoren.
❌ Fehler Nr. 9: Gemeinsamer Kauf ohne Verhütung
Fallstrick: Der Kauf einer Immobilie während des Zusammenlebens ohne schriftlichen Vertrag.
Risiko: Im Falle einer Trennung oder des Todes besteht kein Rechtsschutz. Es kann zu erheblichen Erbstreitigkeiten kommen.
✅ Lösung: Erstellen Sie eine Gesellschaftervereinbarung oder einen notariell beglaubigten Partnerschaftsvertrag, in dem Folgendes festgelegt ist:
Verteilung der Anteile (50/50 oder entsprechend den Einlagen)
Wer bezahlt wofür?
Folgen einer Trennung
Gegenseitiges Vorkaufsrecht
❌ Fehler Nr. 10: Übereiltes Handeln aus Angst, die Gelegenheit zu verpassen
Falle: Ein Angebot abgeben, ohne nachzudenken, weil „5 andere Käufer interessiert sind“.
Risiko: Der Kauf einer überteuerten, ungeeigneten Immobilie oder einer Immobilie mit versteckten Mängeln.
✅ Lösung: Schlafen Sie nach einem Kauf immer eine Nacht darüber. Wenn die Immobilie verkauft wird, war es vielleicht nicht die richtige. Es werden sich andere Gelegenheiten ergeben.
Fazit: Ihr Weg zum Eigenheim
Der Kauf des ersten Eigenheims in der Schweiz ist auch 2025 mit sorgfältiger Vorbereitung noch ein erreichbares Ziel. Fassen wir die wichtigsten Schritte zusammen:
Die 5 Säulen des Erfolgs
Solide Finanzen : 20 % Eigenkapital + Fremdkapitalquote < 33 % + Sicherheitspuffer
Systematische Suche : Klare Kriterien, mehrere Besuche, technische Expertise
Optimierte Finanzierung : Angebotsvergleich, maßgeschneiderte Zinsstrategie
Durchdachte Verhandlung : Marktanalyse, begründetes Angebot, aufschiebende Bedingungen
Langfristige Vision : Umfassendes Budget, Ausgabenplanung, stimmiger Lebensplan
Realistischer Zeitablauf
Monate 1-3: Bildung des Eigenkapitalfonds, Projektdefinition, Bankvorqualifizierung
Monate 4-6: Aktive Suche, Besuche, Kaufangebot
Monate 7-8: Abschließende Finanzierung, administrative Abläufe
Monat 9: Vertragsunterzeichnung und Einzug
Zu erwartendes Gesamtbudget (Immobilie im Wert von 800.000 CHF)
Kaufpreis: CHF 800,000
Eigenkapital: CHF 160.000 (20%)
Anschaffungskosten: CHF 25.000-50.000 (3-6%)
Renovierung/Umbau: CHF 30.000-80.000
Sicherheitsreserve: CHF 20.000-30.000
Zu beschaffendes Gesamtbudget: CHF 235.000-320.000
Ihre nächsten Schritte
✅ Diese Woche:
Berechnen Sie Ihre Kreditkapazität mit unserem Simulator.
Prüfen Sie Ihre LPP- und 3a-Vermögenswerte bei Ihren Pensionsfonds.
Durchsuchen Sie Immobilienangebote in Ihren Zielgebieten
✅ Diesen Monat:
Bitten Sie 2-3 Banken um eine Vorabqualifizierung.
Vereinbaren Sie einen Termin mit einem unabhängigen Hypothekenberater.
Definieren Sie Ihre spezifischen Kaufkriterien
✅ In 3 Monaten:
Organisieren Sie Ihre ersten Besuche
Verfeinern Sie Ihr Budget anhand der tatsächlichen Ausgaben.
Bereiten Sie Ihren vollständigen Förderantrag vor.
Nützliche Ressourcen
Online-Rechner
Offizielle Informationen
Verbände und Räte
💬 Benötigen Sie individuelle Unterstützung?
Jede Situation ist einzigartig. Gerne können Sie sich beraten lassen:
Ein unabhängiger Hypothekenmakler
Ein auf Immobilien spezialisierter Finanzberater
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Tausende Schweizer Haushalte erwerben jedes Jahr ein Eigenheim. Mit solider Vorbereitung, systematischem Vorgehen und der richtigen Beratung gehören auch Sie bald dazu.
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Dieser Artikel wurde zuletzt im Oktober 2025 aktualisiert. Preise, Gebühren und Bestimmungen ändern sich regelmäßig. Bitte überprüfen Sie die Informationen stets mit zertifizierten Fachleuten, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.
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